Freitag,18.6.93,Luchs
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Wir hatten uns um 12.45 Uhr am Gruppenraum verabredet, um noch die
restlichen Sachen einzupacken.Jens und ich kamen schon hier zehn
Minuten zu sp„t.Dann ging es aber sofort los:Sachen einpacken
und Kjells und meine Mutter fuhren uns fnf nach Braunschweig zum
Hauptbahnhof.Pnktlich dort angekommen,ca.zehn vor zwei,
warteten wir auf unseren Bus,der um viertel nach zwei abfahren
sollte.Dieser Bus hatte etwas Versp„tung,kam dann aber
anscheinend frisch ges„ubert und aufgetankt.Dann - die erste
šberraschung:Mary,unser Bord-Service,sprach nur Englisch -
eigentlich kein Problem,aber dennoch berraschend.Nachdem unser
Gep„ck verstaut und wir eingestiegen waren,natrlich auch die
anderen Mitfahrer,ging es los.Dieser Linienbus mied Autobahnen.
Stattdessen fuhr er ber -zig D”rfer,und unter anderem an
Osterwald vorbei.Die n„chste Station war Hameln.Dort angekommen
stellte Kjell fest,daá er entweder a) blind oder b) bl”d sei,
denn er glaubte eine Person dort drauáen schon einmal gesehen zu
haben.Eine „ltere Frau,die kurz eingestiegen war,um uns zu
fragen,ob wir auf ihre Tochter aufpassen k”nnten und dafr sorgen
k”nnten,daá sie ihr Ticket in England bekommt.
"Natrlich",wie die Antwort eines Pfadfinders auch so nur lauten
konnte.Daraufhin stellten wir fest,daá diese Tochter eine
Osterwalder Pfadfinderin war.Kurz gefragt,ob sie auf dem 5.
Gifhorner Singewettstreit war - und aha! Janne,so war ihr Name,
sollte uns auf unserer Busfahrt bis nach Dover begleiten.Bei
einer Rast an einer Autobahnrastst„tte aáen wir alle zusammen
Abendbrot.Ich schlief gegen zwei Uhr im Bus ein und wachte erst
wieder in Calais auf dem Parkplatz,auf dem wir auf die F„hre
warteten,wieder auf.
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Samstag,19.6.93,Luchs,Kjell
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Morgens um vier Uhr fuhren wir mit der F„hre aus Calais ab um in
Dover um ca.fnf Uhr fnfzehn anzukommen.Dort muáte Janne in
einen anderen Bus nach London umsteigen.Gegen sechs Uhr
ging es weiter in Richtung Glasgow.Stop in Nottingham und
Newcastle.Nach Newcastle hatte unser Bus Probleme,sodaá wir
wieder ein Stck zurckfahren muáten,damit unser Busfahrer
versuchen konnte Hilfe zu holen - die jedoch ausblieb.
Stattdessen reparierte er den Bus selber,was zwar etwas dauerte,
aber dafr lief der Bus bis nach Glasgow ber Edinburgh gut.In
Glasgow kamen wir gegen neunzehn Uhr an.Dort schlugen wir uns
mit Hilfe eines Info-Schalters am Busbahnhof zur n„chsten Train-
Station,der Queens Station durch. (Kjell ->)Diesen Weg wollten
wir heroischer weise abkrzen und gingen hinter einem Bauzaun
entlang.Als wir den groáen freien Platz berquert hatten,
stellten wir fest,daá es sich hierbei um einen Parkplatz
handelte,der,bis auf diese eine unseelige Lcke im Zaun,besser
gesichert war als die berhmte Bank von England,also mit Gittern
und Vorh„ngeschl”ssern und so'm Zeug.Es begab sich aber zu der
Zeit,als ich das Essen im Leinenbeutel bei mir trug,daá wir
alle mehr oder minder pinkeln muáten.Wenigstens hierzu war der
Platz geeignet,also legte ich meine Leinenbeutel an den Zaun und
verschwand hinter einer Ecke.Als ich wieder zurckkam,sah ich
Olaf und die anderen lachend auf meine Essenstte zeigen.Ich sah
auf den Ort ihrer Erregung und dachte"Nein",denn es w„lzte sich
ein sch„umender,gelblicher Bach langsam auf meine Tte zu.Mit
einem heldenhaften Sprung rettete ich das Essen,was der
Lachorgie jedoch keinen Abbruch tat.Nachdem wir alle Tren und
Pforten abgeklappert hatten,sie waren selbstverst„ndlich alle
verschlossen,muáten wir uns in alter BW-Manier mit Gep„ck unter
dem Zaun durchw„lzen (muáten wir gar nicht,Kjell - wir h„tten es
auch abnehmen k”nnen) und hier war der Beginn einer Periode
endloser, bl”der Witze von Seiten Jens',der sich vorstellte,wie
witzig es w„re,wenn der von uns hochgeklappte Zaunteil auf
"Olaf's Nsse" fiele - hahaha,kann ich da nur sagen.Als auch
diese Schwierigkeit berwunden war,ich sage nur,das f„ngt ja gut
an,setzten wir unseren Weg fort.(Luchs ->) An Queens Station
angekommen guckten wir,wann der n„chste Zug nach Inverness
abfahren sollte und muáten leider feststellen,daá dies erst
wieder morgens sein werde:Der letzte fuhr vor zehn Minuten.Wir
besorgten uns, bevor wir zur Main-Station gingen,noch eine Family
Railcard.Damit sollten wir wesentlich weniger fr die Zugkarten
bezahlen als ohne (Gltig 1 Jahr,Kosten œ 20).Unterwegs zur Main-
Station sprach uns ein „lterer Herr an, woher wir k„men und wohin
wir wollten und,da es ein Schotte war,lehnten wir auch seine
Hilfsbereitschaft nicht ab, als er, an der Main-Station
angekommen,alle Hebel in Bewegung setzte (Polizei und
Ladenbesitzer),um fr uns einen Schlafplatz,an dem wir nichts
bezahlen máten,zu besorgen. Als er jedoch vorschlug uns bei
Freunden unterzubringen (wir h„tten uns teilen mssen) lehnten
wir ab.Wir nahmen seinen Vorschlag wahr,in Edinburgh auf dem
Bahnhof bis zwei Uhr und ab vier Uhr,zu bernachten.Wieder zurck zur
Queens Station und von dort aus den n„chsten Zug nach
Edinburgh genommen.Dort angekommen wurden wir schon um 2345 Uhr
durch einen Polizisten aus dem Bahnhof vertrieben.Wir schlichen so lange
an einem Park entlang,bis wir an einer Kirche angekommen,zu der der
Eingang (zum Kirchengel„nde) offen war.Dort legten wir uns hinter
eine Mauer,also in den Schatten.Kurz nach halb zwei war die Nacht
dort auch fr die anderen vorbei,ich hatte sowieso nicht
geschlafen,da ich Nachtwache machte.Wir gingen wieder in
Richtung Bahnhof um uns vor einer Bank unter den Kohtenbahnen zum
Schlafen zu legen.
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Sonntag,20.6.93,Luchs,Kjell
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Gegen halb sechs standen wir auf um in den Bahnhof zu ziehen,der
seit vier Uhr offen sein sollte. Fnf Uhr vierzig dort
angekommen muáten wir noch ca.dreiáig Minuten in der K„lte
frieren,denn der Bahnhof war geschlossen.Endlich im Bahnhof
froren wir noch urlange,n„mlich solange,bis die eigentliche
Wartehalle ge”ffnet wurde - und dann die Toiletten - ah - man
will ja nicht das sch”ne Edinburgh verunreinigen.Wir nahmen den
0935 nach Inverness.Auf der Zugfahrt hatte Olaf die tolle Idee,
sein heldenhaftes Spiel"Bettler und Diebe" zu spielen,was
zumindest fr die 1.Runde von allen begrát wurde.Nachdem wir
alle Probleme mit dem Erkl„ren der Regeln beseitigt hatten,
konnte es endlich losgehen.Glcklicherweise (zumindest fr mich)
[® Kjell] stiegen nach einer Weile ein paar M„dchen ein,die sich
auf die Sitzreihe hinter Olaf verteilten.Sie kamen auf die
glorreiche Idee,mir Olafs Karten per Handzeichen zu
symbolisieren,was meistens ins Lachsalven endete.Mich
rettete dieses Gel„chter nicht besonders und als ich
einmal sogar eine Zahl verstand,oh Wunder,bekamen sie es nicht
auf die Reihe mir auch die Farbe rberzufaxen.Die zweite Runde
wurde gestartet,obwohl ich berhaupt keine Lust hatte und ich
verlor auch prompt.Auch diese dreieinhalb Stunden gingen
vorber und in Inverness angekommen wurde zu allererst der
Bahnhofskiosk gestrmt.Karten wurden gekauft und ich spendete
wieder einmal 10 Pence an die britisch/schottische Abwasser- und
Sanit„rindustrie.Als ich fast wieder drauáen war,sah ich,daá
man auch umsonst in die heilige St„tte des Wohlgeruches
hineingelangen konnte,indem man einfach den Ausgang in die andere
Richtung ”ffnete.Olaf und die anderen wollten dieses natrlich
sofort ausprobieren,kamen aber nach erstaunlich kurzer Zeit
wieder zurck.Warum,das habe ich bis heute noch nicht
herausgefunden.So weit so gut,wir verlieáen den Bahnhof,fragten
vorher noch einen Bahn-Informationsschalter-Menschen nach einem
Bus zu den Wasserf„llen,er antwortete uns aber nach einer Weile
nur"I'm lost".Na gut,nicht sehr aufbauend! Also war erstmal
losstratzen angesagt und wir suchten einen Supermarkt der auch am
Sonntag die Gte besitzen sollte seine heiligen Pforten fr uns
zu ”ffnen.Wir fanden auch einen mit dem Namen"Farmfood" oder
"Freezer Centers",welcher von auáen noch recht unscheinbar
aussah.Aber als wir ihn betreten hatten und uns langsam zur
Kasse vortasteten fiel uns allen (zumindest Benjamin,Olaf und
mir) die Kinnlade herunter.Dieser Supermarkt wurde anscheinend
nur von M„dchen gefhrt,die ihr sechzehntes Lebensjahr wohl kaum
berschritten hatten.Wir stellten uns nur allzugern an die
Schlange an der Kasse an und als wir dort standen,”ffnete ein
anderes M„dchen anscheinend nur fr uns die Kasse daneben mit
einem l„chelnden"Next please",was von mir jedoch mit einem
Kopfschtteln und einem herzlichen,aber bestimmten L„cheln
abgelehnt wurde.Sie l„chelte ebenfalls und nahms leicht,
eigentlich schwer verst„ndlich,aber ihre groáe Chance
sollte noch kommen.Vor dem Supermarkt setzten wir uns,w„hrend
Fuchs und Puzi hineingingen,in einen Kreis.Ich saá zuf„llig mit
dem Gesicht zum Schaufenster und als ich dieses den beiden anderen
unvorsichtigerweise mitteilte,saáen wir pl”tzlich in einer
Reihe (aber bestimmt nicht weil ich mich umgesetzt habe).Wir
muáten diesen Ort erst einmal wieder verlassen und gingen zum
Busbahnhof.Nachdem wir uns ber die Tatsache informiert hatten,
daá der Bus nach Ullapool bzw.Braemore Junction am n„chsten
Morgen um 1050 fahren sollte,suchten wir drei Pfadis erst einmal
einen Lagerplatz.Wir kamen ber eine etwas „ltere
Fuág„ngerbrcke,die nach unseren Sprngen in der Mitte
bedrohlich zu schwingen begann.Am Ende der Stadt sahen wir einen
Hgel auf dem Wald wuchs.Wir gingen zurck in die Innenstadt und
schauten kurz beim Fast-Food Laden"Oliver's" rein,weil Olaf
dort kurz mal sein Komma ausschtteln wollte.Als er herauskam,
bat er mich, mir doch mal die M„dchen anzusehen,die dort hinter
dem Tresen st„nden.Das tat ich,drehte mich jedoch gleich
wieder mit den Worten"Alter Schotte,kneif mich mal jemand!"
um.Bevor ich hier aus dem Konzept komme,fahre ich lieber
fort.Wir gingen zurck zum Busbahnhof,natrlich nicht ohne
nochmals bei"Farmfood" vorbeizuschauen.Wir kauften sogar etwas
und stillten damit nicht nur unsere visuellen sondern auch
kulinarischen Bedrfnisse.Diesmal nahmen wir drei Leute auch
drei verschiedene Kassen,um keines der M„dchen zu entt„uschen.
Benjamin stellte sich dann jedoch auch an meiner Schlange an,
denn an seiner Kasse saá eine Frau ber zwanzig.Nach gengend
hin- und hergrinsen (bzw.-l„cheln) verlieáen wir den Laden
again,„h,wieder, meine ich natrlich (Scheiá-Englisch).Am
Bahnhof zurck begannen wir Karten zu schreiben,die wir
unterwegs noch gekauft hatten.Wir zogen ernsthaft in Erw„gung
wieder einmal in der Stadt zu schlafen,aber nach genauerem
šberlegen und šberprfen des eigenen Bedarfs an Schlaf (erkennbar
durch wiederholtes G„hnen) zockelten wir stadtausw„rts los.Auf
besagter Brcke angekommen probierten wir natrlich das aus,was
Soldaten verboten ist und berquerten sie im Gleichschritt.Eine
entgegenkommende Frau tat ihr Miáfallen an dieser Tatsache kund,
daá die Brcke eine H”hendifferenz von mehreren Zentimetern durch
Schwingen erreichte.Leider verstand sie niemand so recht,
schottisch eben.Wir strebten weiter bergauf und gelangten an
eine Schleuse mit ganzen vier Staustufen,toll, nicht wahr?! Der
Berg,oder besser der Hgel sollte ein l„cherlicher Vorgeschmack
auf die Berge sein, die uns noch bevorstanden.Oben angekommen
wurde die Kohte aufgebaut und so triviale Dinge erledigt wie
Lederhose (Kjells) n„hen oder Knopf ann„hen und Karten weiterschreiben.
Nach dem Essen schliefen wir alle bald.
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Montag,21.6.93,Kjell
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Als ich am n„chsten Tag erwachte,war das erste was ich vernahm:
"Oh,wir k”nnen uns viel Zeit lassen bis zum Bus!" von Seiten
Olafs.Mir schwante gar gr„usliches und als ich auf die Uhr sah,
bemerkte ich,daá es bereits viertel nach zehn war.(Als
Wiederholung fr den unaufmerksamen oder verschlafenen Leser:
Unser Bus sollte 1050 fahren.) O.K.das war also nicht mehr zu
schaffen und so frhstckten wir in aller Ruhe und bauten ebenso
hektisch ab.Als wir dann endlich unten in der Stadt waren,zog
es uns drei wieder zum"Farmfood",denn erstens waren die
beliebten Schokoriegel alle ("Caramelwaver") und zweitens
berhaupt.Nach rationellen šberlegungen jedoch,was allerdings
nicht ganz leicht fiel,sahen wir ein,daá in Groá Britannien
noch keine Ferien waren und die M„dchen demzufolge brav in der
Schule saáen.Wir verschoben unseren Einkauf also auf sp„ter,
obwohl die Chancen relativ gering standen,denn unser Bus (der
n„chste,haha) sollte um 1530 fahren und die Schule dauert in GB im
allgemeinen bis halb vier oder vier.Naja,also nochmal
den Fahrplan studiert und ...Chance gefunden,denn wir D”spaddel
hatten wieder einmal die Glubbscher nicht gengend aufgerissen
(zumindest nicht hier) um festzustellen,daá dieser Bus nur von
Februar bis Juni und von August bis November fuhr.So verschoben
wir unseren Einkauf auf eine Zeit nach Schulschluá,da unser
tats„chlicher Bus erst um 1850 fahren sollte.Wir tauschten Geld
um,wobei ich nocheinmal Bekanntschaft mit der komplizierten
Brokratie in anderen Sprachen machte (-> Holland '92).Als ich
mich auch hier durchgek„mpft hatte,tausend Scheine,Quittungen
unterschrieben und sowohl meine Heimatadresse als auch meine
Urlaubsadresse (haha) zigmal angegeben und notiert hatte,
strebten wir,na wohin wohl? Mal wieder dem"Farmfood" zu.Olaf
kam uns schon entgegen (er war noch eine Karte kaufen) und hatte
uns sogar die berhmten Riegel mitgebracht.Es h„tten aber nur
„ltere Frauen an den Kassen gesessen,erz„hlte er uns
[® stimmt auch Kjell!].Zurck am Busbahnhof wurden wir ber die
wunderbare Tatsache aufgekl„rt,daá zur Zeit das schlechteste
Wetter seit langem herrschte und der meiste Regen,solange man
denken konnte,gefallen sei.Wir nahmen's leicht und
schickten mal wieder die"Kleinen" los,mit dem Tip,daá es beim
"Farmfood" Chipstten fr 12p g„be.Die waren natrlich nicht
mehr zu halten und wir begannen unsere Schokoriegel,
Das dauerte auch nicht sonderlich lange,denn erstens
sind acht Riegel pro Person wohl ein Witz und zweitens weiá man
ja nicht genau,wann man so etwas wiederbekommt.Die beiden W”lfe
kamen zurck und berichteten uns von einem gigantischen
Supermarkt.Als Vergleichszahl nannten sie uns die L„nge des
Sáigkeiten-Regales:imposante 35m,auf zwei Seiten und jedes Regal
sechs Stockwerke hoch,jaja,wen's interessiert.Das wollten wir
natrlich genau wissen und strmten den Laden.Die 35m erwiesen
sich im Endeffekt als fast 20m,naja,W”lflingsschritte eben.Wir
konnten der Verfhrung eines so groáen Ladens und somit auch
eines so groáen Angebotes natrlich ebensowenig widerstehen wie
die W”lfe und kauften daher auáer den notwendigen Lebensmitteln
noch zwei Flaschen Saft bzw.Brause zu je 2l:Einmal Erdbeere,
einmal Ananas/Grapefruit.Fr den sofortigen Verzehr kauften wir
fr jeden einen Pfirsich und Mandarinen.Wieder zurck
versicherten uns die beiden,sie h„tten keine Lust mehr auf
Shopping und so suchten wir den n„chsten Buchladen auf.Das
witzigste an diesem Ort war es,Reisefhrer ber Deutschland
durchzubl„ttern und uns ber das Anpreisen von den gegebenen
Sehenswrdigkeiten totzulachen.So standen z.B.unter dem
Verzeichnis Braunschweig,Food nur zwei Lokalit„ten.Zum einen
ein v”llig bedeutungsloses Restaurant in BS's Slums,das keiner von
uns kannte,geschweige denn von der Straáe schon mal etwas geh”rt
hatte,und zum anderen die berhmte und von kulinarisch groáer
Bedeutung seiende Universit„tsmensa,in der es leckeres Essen fr
unglaublich wenig Geld geben sollte.Nach diesen Bchern waren
tats„chlich brillante Fotob„nde ber Nessi dran.Unter den
verschiedenen Clan Books wurde das der Mac Leods gesucht und...
gefunden.Den Laden verlassend und einen Musikladen betretend
suchten wir nach irgendwelcher schottischer Folklore die sich
lohnte zu kaufen.Olaf suchte zwanzig Minuten,und als er nach
einer Weile entschied,daá er diese Musik auch irgendwie ber die
Plattenkiste in Gifhorn bekommen k”nne,verlieáen wir den Laden
wieder.Als wir zurck am Busbahnhof waren,holten die beiden
W”lfe noch schnell Wasser und ich ein Brot.Olaf und Benjamin
verluden bereits das Gep„ck in den Bus.Als ich zurckkehrte
besorgte ich die Karten und auf gings nach Braemore Junction.Die
Busfahrt glich eher einer Achterbahnfahrt,so nach dem Motto:
"Auf und nieder,immer wieder!" bis zum Kotzen.Auch diese Stunde
ging vorbei und als wir den Busfahrer baten uns bei Braemore
Junction hinaus zu lassen,hielt er ungl„ubig an.Er half uns zwar
das Gep„ck auszuladen,aber ins geheim lachte er sich
wahrscheinlich ber uns tot.Er fragte was wir hier wollen,und
als wir ihm antworteten"wandern und zelten",wnschte er uns
viel Glck,fehlte nur noch,daá er ein Kreuz schlug.Die anderen
Fahrg„ste sahen aus dem warmen Bus ebenso auf uns frierende
"Highlander" hinab wie der Busfahrer.Als der Bus verschwunden
war,waren alle Bande an die Zivilisation gebrochen..Wir
wanderten natrlich sofort los und nach einem Blick auf die Karte
wurde der erste Berg gestrmt.Auf dem Weg zur Spitze standen wir
die meiste Zeit im Wasser und fragten uns (zum ersten Mal),wieso
auf dem Berg das Wasser steht.Wir haben es bis heute noch nicht
herausgefunden.Auf dem Berg neben unserem lag Schnee,ich brauche
also ber die herrschenden Temperaturen keine Worte zu verlieren.
Jens fiel in ein Schlammloch,berlebte es auch knapp.Die Kohte
wurde aufgebaut,einmal noch der sch”ne Ausblick genossen und
nach dem Waschen im eiskalten Bergwasser und einem kalten
Abendessen mit Esbit-Tee gings in die Schlafs„cke fr eine
strmische Nacht.
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Dienstag,22.6.93,Kjell
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Der n„chste Tag begann fr uns erst um elf Uhr - ein sicheres
Zeichen dafr,daá uns noch eine Menge Schlaf fehlte.Wir
frhstckten das letzte Mal mit Brot und wuáten zu diesem
Zeitpunkt noch nicht um die Bedeutung dieser Tatsache.Nach dem
Abbau gings voller Elan los.Die Fáe waren zum Teil schon nach
wenigen Minuten naá.Wir berwanden den n„chsten Hgel,und
nachdem Olaf uns in unmiáverst„ndlicher Absicht seinen
Allerwertesten gezeigt hatte,nahmen wir eine kleine Kurs„nderung
vor.Meine eigene Schneegeilheit spielte wohl eine groáe Rolle bei
dem Vorschlag,den ersten 1000er (mit Schneekuppe) zu
berqueren.Wir waren alle mehr oder minder Feuer und Flamme von
diesem Gedanken und gelangten an den ersten Highland-Fluá.
Nachdem wir ihn berquert hatten,wurde natrlich sofort daraus
getrunken und viele Foto...scheiáe,hier tropft es durch die
Bahn (->Regentag)...s gemacht.Wo ein Fluá ist,ist auch ein
Loch nicht weit entfernt und siehe da,da war es auch! Wir
wanderten bzw.kletterten um es herum,wobei die W”lfe ein groáes
Stck zurckblieben.Am Fuáe des Berges,des 1000er,mit der
Schneespitze,warteten wir drei auf sie,verzehrten einen Riegel
(Caramelwaver) und berraschten sie mit der Entscheidung
erst einmal eine Brhe zu kochen und eine Scheibe Brot zu essen.Da
sagten sie natrlich nicht nein und holten sogar noch ihre
Chipstten heraus,an sich nichts weltbewegendes,wenn sie uns
nicht ihre Salt&Vinegar-Chips abgetreten h„tten,also doch
entscheidend.Nach dieser St„rkung ging es weiter bergauf,
diesmal jedoch wesentlich steiler als bisher,zun„chst bis zu
einem Wasserfall,bei dem wir beschlossen zu bleiben,falls es
bis zur Spitze zu beschwerlich werden sollte.Aber um das
hinauszufinden,muáte es natrlich irgend ein Idiot von uns
ausprobieren und nachdem sich Benjamin Olaf und mir angeschlossen
hatte,stiegen wir drei weiter den Berg hinauf,allerdings
zun„chst ohne Gep„ck.An der Schneegrenze angekommen wurde
probiert,es schmeckte wie die berhmten englischen
Slush-Puppie Drinks und hatte auch genau deren Konsistenz.Jeder
von uns versuchte auf seine individuelle Art und Weise die etwa
50%ige Eis-Steigung hinaufzukommen.Benjamin hackte mit seinem
Messer Stufen ins Eis,rutschte aber leider schon nach zwei
Metern ab und gab es auf.Ich versuchte das Messer ins Eis zu
rammen und mich daran h”her zu ziehen,bekam es aber nicht tief
genug.Den Vogel schoá mal wieder Olaf ab,er dachte:"Mit
Schneeschuhen máte es doch eigentlich gehen!" und band sich mit
seinem vier Meter Tampen einen Stein unter den Schuh.In
Ermangelung eines zweiten Tampens muáte er fr den zweiten Schuh
dasselbe nehmen,was dazu fhrte,daá er beide Fáe
zusammenband.Das Problem erledigte sich aber sogleich dadurch,
daá er schon vor dem ersten Schritt einen Stein verlor und somit
auf einem"Schneeschuh" und mit einem anderen Stein als Faustkeil
bewaffnet der Spitze zustrebte.Er kam immerhin ca. zehn Meter
weit und forderte uns auf ihm zu folgen.Benjamin verzichtete und
ich selbst rutschte nach ungef„hr drei Metern so derbe ab,daá
mir jegliche Lust verging.Benjamin und ich krochen den Berg also
neben dem Schnee hinauf,was jedoch nicht weniger schwierig war,
denn der Berg war an dieser Stelle mit einer dicken Algenschicht
berzogen,die natrlich Wasser fhrte.Ich rutschte ab und faáte
voll in die Grtze,b„h,war das widerlich.Aber auch das ging
vorbei und auf der Ebene angekommen,die statt der Spitze
vorhanden war,fanden wir wieder einmal eine der Highlander-
Stellen.(Es gibt gar nicht so viele Szenen wie potentielle
Schaupl„tze).Eine weitere Schneestelle wurde gefunden und darauf
herumgetobt.Nach ein wenig Herumgespiele an verschiedenen Steinen
und Felsbl”cken schafften wir auch den Abstieg ohne gr”áere
Sch„den.Nachdem wir den W”lfen die freudige Botschaft mitgeteilt
hatten,daá wir beim Wasserfall bleiben wollen,bauten wir die
Kohte auf,aáen und schliefen ein - for another stormy night.
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Mittwoch,23.6.93,Kjell
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Ein sp„ter Beginn erinnerte an den Morgen zuvor.Wir gingen
hinaus in den eiskalten Wind und wuschen uns.Zum ersten Mal
hatten wir das leckere Msli zum Frhstck,allerdings
noch das genieábare,englische.Das bekam mir aber auch nicht
sonderlich gut,und so muáte ich gleich nach der Essensrunde
hinaus,mit Spaten versteht sich.Die folgenden Magenkr„mpfe w„ren
vielleicht noch zu ertragen gewesen,wenn da nicht der Drang der
Nahrung gewesen w„re,meinen K”rper in beide Richtungen zu
verlassen.Alles in allem:Mir gings zum Kotzen (im wahrsten Sinne
des Wortes).Aber auch das geht vorbei und frei nach dem Motto
"Morgen,morgen,nur nicht heute,sagen alle faulen Leute" (aber
nicht Pfadfinder) berquerten wir den Berg mit der Schnee-
Eisspitze.Es ging eigentlich leicht,nur Puzi hatte etwas
Probleme.An der Schneegrenze angekommen wollte Olaf Stufen in den
Schnee schlagen bzw.graben, um fr uns anderen eine Treppe zu
bauen.Er nahm sogar den Spaten zu Hilfe.Ein erneuter Versuch
meinerseits brachte keine Erfllung.Auch Olaf gab nach einer
Weile auf,er bekam kalte Fáe (haha).Also wieder ab durch die
Grtze.Oben angekommen machten wir erst einmal Pause.Jens
ging Puzi helfen.Pl”tzlich schien mein Augenlicht zu weichen
oder zumindest irgendetwas anderes in dieser Art.Die Sicht wurde
schlechter und schlechter,aber aus den Žuáerungen der anderen
Beiden merkte ich,daá es nicht nur mir so ging.Wir standen in
den Wolken,unglaublich,aber wahr.Das ganze kam so pl”tzlich,
daá wir es kaum gemerkt hatten.Sie verschwanden allerdings nach
etwa drei Minuten ebenso schnell wie sie gekommen waren.Als dann
auch Puzi oben angekommen war,Jens trug sein Gep„ck,machten wir
uns an den Abstieg.Das war irgendwie schwieriger als der
Aufstieg,es war eine Klettertour,bei der alle nasse Fáe,Olaf
und ich sogar absolut zugematschte,bekamen.Am Fuáe des Berges
wurde der Weg gesucht,leider nicht gefunden.Mit
Aussprchen,oder besser Flchen,wie:"Das ist ja eine
Unversch„mtheit,das auf der Karte (laut Legende) einen Weg zu
nennen." gings weiter und nach einer Weile rief Olaf"Na also,
hier ist doch der Weg!" (Pfad w„re besser) Diese Freude sollte
jedoch nicht von langer Dauer sein,denn schon nach zehn Metern
hatte es sich mit"Weg".Auf der anderen Seite des Baches ging es
aber weiter,was nach diesem Schrecken ganz gut kam.Wir folgten
dem Weg mehrere Kilometer und trafen zwei Wandersleute.Sie
fragten ob Olaf Gitarre spielen k”nne.šber die Antwort bzw.
das,was die Frau ihrem Mann sagte,konnten wir uns nicht so recht
einig werden.Weiter ging es und an einem kleinen
Felsenwindschutz,den wohl irgendein netter Wanderer konstruiert
hatte,wurde Rast mit Brhe gemacht,nachdem Olaf dem Werbespruch
"Fr Wasser geh ich meilenweit" alle Ehre gemacht hatte.Bei dem
Windschutz fanden wir verschiedene Arten von Mll,Spuren von
Zivilisation.Nach einer St„rkung gings weiter und als der Regen
einsetzte,fanden wir eine Htte,die zwar nicht stabil und
einladend,sondern eher verfallen dreinschaute,dafr aber
trocken war.Das Gep„ck muáte wegen des mangelnden Platzes
drauáen bleiben.Da man keinen besseren Zeitvertreib wuáte,wurde
mal wieder zum altbekannten Spiel gegriffen,Fragen zu den etwa
achtzig Folgen einer berhmten Jugendh”rspielserie,deren Namen
ich hier nicht nennen m”chte,zu stellen (blaue Cover).Nach
einer dreiviertel Stunde,Fuchs wurde das Spiel in der ganzen
Zeit nicht langweilig,er fragt mich sogar jetzt noch jeden Abend
etwas,regnete es zwar immer noch,aber wir wanderten trotzdem
weiter,auf zur n„chsten Prfung:Ein Moor.An sich ja nichts
Besonderes,wenn man nicht gerade genau durchwandert.Aber genau
das taten wir.Olaf ging von Anfang an quer durch,aber ich
beschloá,nicht aufzugeben und so lange trockene Fáe zu behalten
wie nur irgend m”glich.Die drei anderen schlossen sich mir an,
aber Jens blieb sehr bald auf der Strecke.Also waren wir nur
noch zu dritt,und weiter ging es nach dem Prinzip der zehn
kleinen Negerlein.Als auch Benjamin in ein unberschaubar tiefes
Schlammloch trat,wurde es einer weniger im Club der Trockenen.So
blieben also nur noch Puzi und ich,obwohl Benjamin steif und
fest behauptete,seine Fáe seien nicht naá.Pl”tzlich,nachdem
dieses Moor auch berwunden war,lag ein Fluá vor uns,den Olaf
zuerst,Puzi danach ohne z”gern mit Schuhen berquerte.Dann
folgte Jens.W„hrend Benjamin die Schuhe auszog,tigerte ich wie
ein Tier in der Falle das Ufer auf und ab,auf der Suche nach
einer Stelle den Fluá trockenen Fuáes zu berqueren.Bis hier war
alles gutgegangen,aber jetzt konnte ich nicht mehr anders und
ging auch mit Schuhen hindurch.Auf der anderen Seite fanden wir
bald einen Lagerplatz,sogar mit Feuerholz,oh Luxus,was
uns dazu veranlaáte ein Feuer in der Kohte zu entznden.Nachdem
Olaf mal wieder meilenweit gegangen war,jaja,schon richtig,
fr Wasser,das allerdings genauso braun war,wie das am
Lagerplatz,kochten wir Spaghetti,die wir auch mit der viel zu
scharfen Soáe verzehrten.Unsere Socken und Schuhe wurden am
Feuer getrocknet,und es folgte eine Nacht,die weniger strmisch
war als die vorangegangenen.
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Donnerstag,24.6.93,Kjell
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Am n„chsten Morgen wuschen wir uns im Graben,der neben der Kohte
floá,allerdings mit dem Tip von Olaf ausgestattet,dies hinter
der Stelle zu tun,an der er das Rehgehirn ins Wasser gekickt
hatte.("Ich wollte den Sch„del zum Rest des Tieres
bef”rdern.") Diesen Ratschlag nahmen wir gerne an und nach dem
Waschen wurde gefrhstckt.Es gab wieder Msli,diesmal
allerdings deutsches.Die Magenkr„mpfe meinerseits blieben
erstaunlicherweise aus,was jedoch nicht an der Nationalit„t der
leckeren (mehr oder weniger) Kornspeise lag,wie sich sp„ter
herausstellte.Nach dem Abbau wurde in trockenen Socken und
Schuhen weitergewandert,umso vorsichtiger.Wir folgten einem
richtigen Weg,dem ersten,und als dieser zu Ende war,ging ich
los,den n„chsten zu suchen.Als ich ihn gefunden hatte,nannte
ich den beiden anderen die zwei M”glichkeiten dorthin zu
gelangen.Benjamin wollte lieber die fnfhundert Meter Umweg,die
anderen drei achtzig Meter durch ein sumpfiges Gel„nde gehen.
Diesen Weg nehmend,bangten wir um unsere trockenen Schuhe.Den
Weg ohne gr”áere Sch„den erreicht,r„tselten wir nun,was wohl
die groáe Steinpipeline fhrte,die den Weg begleitete.Alle
M”glichkeiten von Gas ber ™l bis hin zu Wasser wurden in
Betracht gezogen und wieder verworfen.Gerade als wir uns auf
eine Kombinationsl”sung geeinigt hatten,n„mlich eine Schutzr”hre
fr verschiedene andere Rohre,endete sie und stellte sich als
eine einfache Art berdachte Schmelzwasserrinne dar,welches
wahrscheinlich im Frhjahr hier massenhaft anf„llt.Sie sollte
wohl den Weg schtzen,damit dieser nicht weggesplt wird.Der
Weg ging nicht ewig so weiter.Am Ende jedenfalls kamen wir zur
Straáe und suchten einen Lagerplatz,der jedoch relativ offen und
gut sichtbar lag.Er bot jedoch eine andere Art von Attraktion,
ein verlassenes Auto,das zwar noch ein Nummernschild hatte,aber
ansonsten recht besitzerlos aussah.Der Zndschlssel steckte,
aber zu Olaf's Entt„uschung tat sich nichts,als er ihn umdrehte.
Wir probierten verschiedenes aus,”ffneten die Motorhaube,den
Tankdeckel und die Heckklappe,aber alles deutete darauf hin,daá
diese orange Rostlaube niemandem mehr geh”rte.Ein kleiner
Risikofaktor blieb aber irgendwie doch,und so beschlossen wir
das Auto in Ruhe zu lassen.Nun ergab sich aber ein weiteres
Problem,die eine Tr hatte sich verzogen und ging deshalb nicht
mehr zu.Wir lieáen sie also offen und bauten die Kohte auf.Als
sie stand,ging Olaf Wasser holen (aus einem kleinen Waldstck in
der N„he) und als ich ihm folgte,fanden wir eine Stelle im Wald
die mit der Beschreibung "wie in einem M„rchenbuch" noch untertrieben
dargelegt w„re.Ein kleiner Bach floá romantisch ber eine mit
Sonnenlicht berflutete Mooslichtung.Kurz und gut,alles in
allem,Kohte abgebaut und umgezogen,sehr zum Unmut der anderen,
die uns allerdings recht gaben,als sie den neuen Platz sahen.
Einen kleinen,besser sehr viele kleine Nachteile hatte dieser
Platz.Es wimmelte dort von kleinen Viechern,die aussahen wie
Gewitterfliegen,nach dem Stechen aber Beulen und rote Flecken
hinterlassen wie kapitale Bombermcken.Wir rieben uns sofort mit
Zedan und Autan ein,was allerdings auch nicht allzuviel half.
Nachdem das Feuer brannte verkrmelten sie sich aber
schnell.Zuerst toasteten wir unser letztes Brot und bestreuten es
mit Gewrzen,weil wir keinen Aufstrich mehr hatten.Mit dem
Stockbrot wurde genauso verfahren und wir krochen sehr sp„t in
die Schlafs„cke.Ich schrieb noch an diesem hochliterarischen Werk
weiter,Benjamin hinderte mich lange Zeit am wohl verdienten
Schlaf (oder war es anders herum?!).
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Freitag,25.6.93,Kjell
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Regen,ich wachte ein paarmal auf,aber jedes Mal trommelte Regen
auf die Bahn ber mir.Also dachte ich mir,was solls,legte mich
auf die andere Seite und schlief weiter.Um zwei Uhr nachmittags
war dann aber genug, Olaf meinte, wir k”nnten eigentlich
aufstehen, was ganz richtig war.Noch war der Kohteneingang
trocken,wurde aber immer nasser durch das rein
und rausgehen zu irgeneiner DoBa Stelle.Der Regen war das
kleinere šbel,das gr”áere waren eindeutig die Mcken.Der sch”ne
romantische Bach hatte seine Dimensionen ver„ndert,er konnte
einem Wildwasserbergbach durchaus das Wasser reichen.Unsere
Wasserabnahme-Stelle war g„nzlich verschwunden und aus der
sch”nen Badewanne am Vortag war ein Whirlpool geworden.Ich war
drauáen zum Wasserholen und als ich die Kohte wieder betrat,
entfernte ich erst einmal die vielen kleinen schwarzen Punkte an
meinem K”rper, die von den toten Mcken herrhrten.
Wir rhrten die Milch an und verspeisten das Msli im
Schein einiger Kerzen.Langsam begann die Kohte mehr und mehr im
Eingangsbereich zur Tropfsteinh”hle zu werden.Zuerst wuáten wir
keine Gegenwehr,aber dann kam Olaf auf die Idee,die Tropfen
einzuruáen oder wegzubrutzeln.Also schnappten wir beide uns eine
Kerze und begannen die mhsame Arbeit,die jedoch langfristig als
wenig erfolgreich gewertet werden muáte.Die Tropfen kamen immer
wieder durch - der Regen war einfach zu stark.Wir machten uns
Gedanken darber,ob diese Behandlung gut fr die Kohte sei oder
nicht,kamen aber zu keiner Einigung.Fakt ist jedenfalls,daá
der Eingang absolut ruáig wurde,jeder der raus oder rein wollte,
was eigentlich nicht besonders viele sein konnten - bei diesem
Wetter - wurde schwarz an Armen,Beinen und...Wir verbrachten
den Tag,der ja nicht mehr allzu lang war damit Karten zu
spielen.Wir nahmen zu dem Spiel "Bettler und Diebe" auch noch
"Stiche ansagen" und "Arschloch" hinzu,wenn auch die
Regelvorstellungen teilweise etwas voneinander abwichen.Zum
Abendbrot gab es Brhe,allerdings diesmal zwei Koschis,die wir
mit Oregano,Pfeffer und Paprika verfeinerten.Am Abend wurde
natrlich wieder das Spiel mit den TKKG-Folgen,oh Mist,jetzt
hab' ich den Namen doch verraten,fortgesetzt.Jens zeigte
wirklich eine Unermdlichkeit,die unbeschreibbar ist.Wir
schliefen relativ frh ein,allerdings nicht genau auf den
Pl„tzen wie in der Nacht zuvor,denn,wie gesagt,es tropfte an
vielen Stellen (es regnete immer noch).
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Samstag,26.6.93,Kjell
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Richtig frh sind wir heute aufgestanden,um acht Uhr,da die
Abdeckplane beiseite geweht war und nun die bl”de Sonne in die
Kohte schien.Wir frhstckten,mal wieder Msli,was sonst,was
bei mir mal wieder die altbekannte Reaktion hervorrief,diesmal
allerdings mehrmals und in heftigerer Ausfhrung (naja,ich hatte
ja auch zwei Tage Ruhe).Nach dem Abbau suchten wir eine Stelle,
den nun nicht mehr ganz so reiáenden Bach zu berqueren und dabei
geschah es,daá einer meiner trockenen Fáe,ber die ich so froh
war,unter Wasser geriet,und nunmehr nicht mehr so trocken war,
eher medium.Als wir den Wald verlassen hatten folgten wir ein
paar Kilometer der Straáe,bis wir zu einer kleinen
H„useransammlung gelangten,der ersten seit langer Zeit,uns
kam's jedenfalls lange vor.An einer Tankstelle,die sich auch
dort befand,erfuhren wir durch den Tankwart,daá das n„chste
Lebensmittelgesch„ft ca.12miles entfernt war und so stockten wir
unseren Lebensmittelvorrat,dessen Pegel schon bedenklich nahe an
die Null gesunken war,auf.Das Dumme daran war,daá es in dieser
Tankstelle alles nur ein oder h”chstens zweimal (abgesehen von
Sáigkeiten) gab.Wir kauften beide Brote,die letzten Dosen
Thunfisch und Corned Beef,was sowieso allen Aufstrich
darstellte,den es dort gab.Auáerdem wurden zwei Flaschen Saft
mitgenommen,Margarine muáte leider ausfallen,die hatte er
nicht.Als wir drauáen waren,strmten (jawohl,strmten) die
W”lfe den Laden bzw.die Butze.Was wir mit den Lebensmitteln
getan hatten,taten sie mit den Sáigkeiten,sie raubten den Mann
nahezu aus.Vor dem Laden probierten wir derweil den Saft,der
uns aber seltsam sá vorkam.Auf der Rckseite stand zwar der Satz
"Just add water to have fun!",aber dann folgte ein ellenlanger
Text ber einen Familienschwimmkurs,der wohl irgendwie von der
Saftfirma gesponsort wurde.Als dann aber der Tankwart kam und uns
zu verstehen gab,man msse Wasser zugeben,war die Sache klar:
Es handelte sich um einen Sirup.Nachdem die W”lflinge
zurck waren,gingen wir erneut hinein,um die letzten Sáigkeiten
fr uns zu retten.Die Preise waren zwar stark berh”ht,
zumindest fr manche Produkte,was aber niemanden so recht
st”rte,wir brauchten es eben.Als wir herauskamen,empfingen uns
die W”lfe schon mit der Nachricht der Saft schmecke seltsam,
Mist,wir h„tten ihnen wohl doch schon mitteilen sollen,daá es
sich um Sirup handelte.Wir gingen erst einmal bis zum Ende des
Dorfes weiter,wo wir bei einem Hotel Wasser holten und endlich
den wohlverdienten Sirup genossen,diesmal mit Wasser - na also,
schon besser.Danach wechselten wir ein wenig die Richtung,wobei
wir allerdings st„ndig der Straáe folgten.Bei einer Pause
entdeckten wir einen Elektrozaun,Grund genug,erst einmal damit
herumzuspielen.Jens wollte uns die ganze Zeit berreden,eine
seiner heldenhaften Ketten zu machen,bei der alle den Zaun
berhren,aber nur der letzte einen Schlag bekommt,dafr
angeblich mehrmals so stark.Wir probierten jedoch nur mit unseren
Messern aus,ob er berhaupt war und wenn ja,wie stark,was sich
im Nachhinein als nicht so f”rderlich fr den Messerstahl
herausstellte.Na gut,die Schadstellen konnte man hinterher so
leidlich wieder abkratzen und weiter gings.An einer Weggabelung
fragten wir uns,ob man nicht ein wenig abkrzen k”nnte und um
das herauszufinden,machten wir eine Pause,um auf die Karte zu
sehen,an einem Parkplatz auf dem allerlei Germpel herumlag.
Nach genauerer Betrachtung ergab sich allerdings,daá es sich
hierbei um die Kabelrollen der British Telecom handelte,und das
im Mllcontainer daneben ein paar -zig Meter Tau mit der Dicke
8mm in den Farben orange und schwarz lagen.Pl”tzlich packte uns
das,was der Nachwelt noch lange als das groáe"Tau-Fieber"
bekannt sein wird.Jeder strzte sich auf den Container,mit Worten
wie"Ich mach mir zuerst ein 30er und dann zwei 15er" oder so
„hnlich. Es wurden Enden herausgesucht,das Tau herausgezerrt
und nach der entsprechenden L„nge abges„belt.Ich z.B.begann
erst einmal an einem Ende zu ziehen und h”rte erst wieder auf,als
ich meinte,diese Menge wahrscheinlich gar nicht mehr aufschieáen
zu k”nnen,was dann auch fast zutraf.Zu sagen ist noch,daá von
den schwarzen Tauen wesentlich weniger da waren und Jens,der
Schleicher,nur solche hatte,was Anfangs niemand so recht
bemerkte.Die Bilanz dieser Aktion:Olaf:1x50m,1x30m und 4x15m,
Benjamin:1x ca.40m,Daniel:5x20-40m und Jens 1x30m,1x20-25m
und 2x15m und ich (Kjell) 1x ca.80m und 2x15m.Wir schossen die
Taue auf,wobei sich teilweise Probleme ergaben.Die Taue wurden
im Affen verstaut und niemand von uns dachte zun„chst daran,daá
es eine solche Mehrbelastung werden wrde,aber die Affen waren
danach wirklich fast untragbar schwer.Dadurch wurde natrlich
auch der weitere Weg sehr beschwerlich,wir muáten ”fter Pausen
machen.Wir kamen auf die Idee,wir k”nnten ein Auto,welches aus
Niedersachsen w„re,anhalten,um zu fragen,ob es wohl m”glich sei
die Taue fr uns mit in die Heimat zu transportieren.Als dann
auch tats„chlich ein Audi 80 aus Wolfsburg vorbeifuhr,sprang
Olaf hinter diesem auf die Straáe,winkte und schrie hinterher.
Der Fahrer,ein netter Mensch,schaltete zum Gruá seinen
Warnblinker an und verschwand um die n„chste Kurve.Das sollte
unsere letzte Chance fr diesen Tag gewesen sein.Als der
Lagerplatz in Sicht kam,kam auch leider etwas anderes auf unseren
Schirm.Ein Angler,der genau am Platz angelte.Auch eine Pause
brachte keine Erl”sung,es sah alles danach aus,als wolle er
noch l„nger dort bleiben.Also gingen wir noch bis zum n„chsten
Wald (es gab glcklicherweise zwei Waldstreifen in dieser
Gegend),muáten dazu allerdings noch eine Rinder - und Schafweide
berqueren die mit ihm verbunden war.Die Kohte wurde zgig
aufgebaut,allerdings erst,nachdem die Haufen der Rinder entfernt
worden waren.Wir entzndeten wieder einmal ein Feuer,welches aber
das chaotischste war,welches ich je entzndet hatte.Einer muáte
den Topf,ein anderer die Koschis halten,an Holz mangelte es
auch.Es gab wieder Spaghetti,diesmal mit nicht ganz so
scharfer,wie beim ersten Mal,dafr angebrannter Soáe.Nachts im
Schlafsack schrieb ich noch an der Chronik und trieb meine Spiele
mit Benjamin (s.Donnerstag,24.6.93).Als ich nochmals hinaus-
muáte,hatte ich Glck und traf keine Tretmine.Zurck in der
Kohte h”rte ich ein Stampfen und Schnaufen, danach ein tiefes
"muuhh",Schwein gehabt,daá ich eher gegangen war.Die Rinder
gingen brigens auch wieder.Ich schlief sp„t ein.Ich wrde
jetzt ja gerne den n„chsten Tag schreiben,aber erstens ist
gleich der Kuli leer und zweitens bin ich hundemde,warum,ist
eine andere Geschichte,die ich auch noch erz„hlen werde.
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Sonntag,27.6.93,Kjell
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Am n„chsten Morgen frhstckten wir,na was wohl? Nein,falsch,
nicht Msli sondern Brot,juhu!Der Aufstrich reichte gerade so
und frisch gest„rkt ging's zurck zur Straáe.Der Weg war wieder
sehr beschwerlich,die Affen waren einfach viel zu schwer.Wir
begannen uns zu berlegen,welchen Bruchteil des eigenen
K”rpergewichtes sie wohl h„tten und daá wir sie zu Hause sofort
auf die Waage stellen wollten.Auf der Karte hatten wir uns einen
groáen,grnen Wald als Ziel auserkoren,durch den unsere Straáe
fhrte und in dem auch einige H„user,und wahrscheinlich ein
Lebensmittelladen lagen.Mit vielen Pausen legten wir auch diese
stressige Strecke zurck und im Ort (haha) angekommen suchten wir
den Laden.Wir fanden aber erstmal den Bahnhof von Achnashellach,
so hieá das Kaff (nobody knows how to pronounce).Wir klingelten
am"Station-House",nachdem wir nach einigem Suchen Tr und
Klingel gefunden hatten.Die „ltere Dame,die uns ”ffnete,h”rte
sich unsere Frage an,ob hier irgendwo ein Laden sei,muáte
diese aber leider verneinen.Der n„chste sei nochmals 9miles
weiter.Sie fragte uns aber,ob es etwas helfen wrde,wenn sie
uns einen Laib Brot schenkte,aber wir lehnten dankend ab.Olaf
sagte,wir wollten die Karten nach Inverness kaufen,worauf sie
nicht weiter einging,sondern uns fragte wo wir denn her seien.
Am Ende unseres"Besuches" fragte ich sie nochmal schnell nach
den Tickets,um als Antwort zu erh”ren,daá wir diese im Zug
kaufen máten.Wir dankten und gingen zu den anderen beiden
zurck.Ein (paar) hundert Meter gingen wir hoch in den Wald und
bauten dort die Kohte direkt am Weg auf.Hier gab es auch jede
Menge dieser schrecklichen Viecher,anscheinend noch viel mehr und
viel aggressivere als zwei Tage zuvor.Sie stachen uns nahezu
berall,aber als das Feuer brannte,flogen auch diese
davon.Benjamin hatte das Feuer gemacht und so bot ich ihm an,ihm
einen Stockbrotstock mitzubringen was er nicht ablehnte.Wieder
zurck sagte er,der Stock sei ihm zu klein und so machte ich ihm
einen neuen. Der n„chste Stock war dem gn„digen Herren
genehm,nagut,der erste w„re mir auch zu kurz gewesen und so
konnte es losgehen.Wir verfuhren wieder auf die gleiche Art und
Weise wie drei Tage zuvor,n„mlich mit Gewrzen.Es gab Tee und so
wurde es eine leckere Mahlzeit.Danach gingen wir los um uns zu
waschen,ein nahegelegenes Rohr,das einen Bach unter dem Weg
durchfhrte, sollte uns dabei behilflich sein:Endlich wieder
eine Stelle,an der man sich vernnftig waschen konnte,so mit ganz
ausziehen und darunterstellen usw.Olaf betonte,daá es ja wohl
selbstverst„ndlich sei,sich so zu waschen,aber trotzdem machte
es so viel mehr Spaá und erinnerte mich irgendwie an frher.Wie
auch immer,alle bis auf einen,so ein Dreckspatz,wuschen wir
uns auf die beschriebene Art,Olaf und ich wuschen uns auch die
Haare und rasierten uns (muáte auch mal wieder sein!).Die Tiere
nervten uns tierisch (haha) und produzierten berall auf unserem
K”rper rote Flecke.Bei Jens und Daniel war es am
schlimmsten.Also: Handtuch um den Kopf gelegt und zurck zur
Kohte,die sie allerdings schon zu ihrem Revier erkl„rt hatten.Wir legten
uns schnell in die Schlafs„cke,ich schrieb noch Chronik und die
Mcken begannen schon wieder zu nerven.Ich verlieá noch einmal
schnell die Kohte und h”rte drauáen weit entfernt noch
Stimmen,eineÿweibliche und eine m„nnliche,aber die st”rten mich
nicht.Zurck in der Kohte waren noch mehr Mcken vorhanden,die
Schweine (die Mcken sind gemeint) hatten mich als praktisches
Taxi nach innen benutzt.Ich verschwand ganz unten im
Schlafsack aber bemerkte,daá sie mir ins Gesicht
stachen.Daraufhin verstopfte ich mit meinen H„nden die
Schlafsack”ffnung,damit sie diese stechen und
schlief ein fr eine der unbequemsten N„chte der ganzen Fahrt,
vielleicht sogar fr die unbequemste.
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Montag,28.6.93,Kjell
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Gegen viertel nach neun wachte ich auf,dachte:"Ein biáchen
kannst du wohl noch",und wachte erst wieder auf,als Olaf rief:
"In einer Viertel Stunde gibt es Frhstck!"Ich sah auf die Uhr,
oh schon zehn,stand schnell auf und ging mich mit Benjamin
waschen.Olaf und Daniel waren schon fertig,Jens folgte uns.Ich
zog mich schnell aus und es ging wieder so ab wie am Vortag,
einschlieálich der kleinen Mistplagen.Zwanzig Minuten sp„ter
frhstckten wir,Msli natrlich,packten unsere Sachen und
verschwanden von dort.Kurz vorher kam noch ein F”rster vorbei
und fragte uns wo wir hinwollten.Ich erz„hlte ihm,erst zum
Bahnhof und dann nach Inverness.Er verschwand wieder,denn da
die Kohte nicht mehr stand und unser Gep„ck gepackt auf dem Weg
herumlag,dachte er wohl wir machten nur Pause (er war aber
vorher schon einmal da,als ihr noch in den Schlafs„cken lagt!).
So weit so gut,am Bahnhof muáten wir noch ungef„hr eine Stunde
warten und spielten derweil "Arschloch".Als der Zug kam,stiegen
wir ein,Olaf und ich besetzten eine Sitzbank,w„hrend Benjamin
auf dem Gang stehen blieb,weil er sich nicht woanders hinsetzen
wollte.Wir spielten also nochmal "Bettler und Diebe",wobei
Benjamin und ich jedoch hoffnungslos abloosten.Auch die
zweieinhalb Stunden gingen vorber und in Inverness auf dem
bekannten Boden angekommen,zogen erst einmal die W”lfe los.
W„hrend Benjamin und ich die Zugkarten holten,packte Olaf das
Gep„ck.Der Bahnbeamte erz„hlte mir,daá es nicht m”glich w„re
fr heute noch Pl„tze nach London zu bekommen und daá es fr den
n„chsten Tag auch nicht so gut aussah.Er meinte aber er wrde
noch einmal nachschauen - und oh Wunder,er fand auch zuf„llig
noch fnf Pl„tze nach Euston,London (nicht Houston,Texas).Die
W”lfe kamen zurck,jeder mit einer prallgefllten Plastiktte
voller Sáigkeiten beladen.Auáerdem kaute jeder an einem Eis,
und sie erz„hlten uns,daá sie zu einem ganz gnstigen Preis einen
Zehnerpack erstanden h„tten.Wir dachten:"Nein!" aber es wurde
wahr,jeder von ihnen zog einen solchen Karton aus der Tte,in
der schon zwei oder drei Eisportionen fehlten.Am Bahnhofskiosk
gab es eine Postkarte zu kaufen,auf der eine Mcke mit dickem
Bohrer und einem Eimer Juckpulver in der Hand an einem Arm
bohrte,darber der Spruch:Scottish midges in Action! Aha,das
waren also die kleinen Widerlingsviecher.In einem Buch stand
dann auch,daá es sich um sehr kleine,aber sehr aggressive Tiere
handelt und daá sie typisch fr Schottland seien,weil sie in sehr
groáer Zahl vorkommen.Weiá Gott,das hatten wir gemerkt! Auf
jeden Fall gingen wir drei dann los und kauften ein,was wir so
brauchten,wir ben”tigten fr die Lebensmittel fr zwei Tage
ganze fnfzig Minuten,woran das wohl lag!? Die Gitarrensaite und
verschiedene andere Dinge wie z.B.Post,letzte Postkarten aus
Schottland,wurden gekauft,Sáigkeiten durften natrlich auch
nicht fehlen,obwohl im Farmfood mal wieder nur"alte
Frauen"arbeiteten.Zurck am Bahnhof zogen die beiden wieder los
und ein paar Minuten sp„ter kamen sie mit einem Cheeseburgermenu
zurck.Wir drei hatten beschlossen:"Das ist unser Abendbrot",
gaben den beiden œ 2,50 und holten fr uns drei ein solches Men.
Nach dem Verzehr war uns allen ein wenig schlecht,wohl wegen der
Menge.Jens fand wieder eine andere M”glichkeit sein Geld unter
die Leute zu bringen und druckte sich am Automaten Visitenkarten.
Ich sollte tippen und sagte Benjamin und Jens,daá sie bitte auf
Tippfehler achten sollten,was sie dann auch taten.Als dann die
Visitenkarten fertig waren,bemerkte Jens,daá er auf seinen
Karten"Isenbtel",also nur mit einem,anstatt mit zwei t's
stehen hatte.Er schaffte es jedenfalls noch gerade rechtzeitig
bis zur Zugabfahrt,denn er hatte erst zehn Minuten vorher
angefangen.Auf der Zugfahrt schrieb ich Chronik,mir wurde
allerdings vom st„ndigen Heruntergucken schlecht (mal wieder),
und so konnte ich mich auch leider nicht am "Bettler und Diebe-"
Spiel beteiligen (so'n Žrger).In Glasgow wurde umgestiegen (wir
muáten vorher noch zum anderen Bahnhof laufen),und nach einigem
Suchen fanden wir auch unsere reservierten Pl„tze.Im Wagen war
es zwar schweine-heiá (wie heiá Schweine auch immer sein m”gen)
und Olaf blieb erst einmal auf dem Gang sitzen,aber der Schlaf
bermannte uns alle doch nach und nach.
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Dienstag,29.6.93,Kjell
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Um ca.fnf Uhr wachte ich auf und sah,daá die anderen schon
alle wach waren,bis auf Jens,der sowieso ein fantastisches
Geschick zeigte immer und berall,wenn es m”glich war,zu
schlafen,was sich im Verlauf der London-Zeit auch noch
herausstellen sollte.Der Zug kam um sieben Uhr an und wir
packten unser Zeug fertig ein.Es waren noch viele Lebensmittel
verstaut und auch die Taue wurden natrlich nicht weniger,was
absolut volle und unf”rmige Affen bedeutete.Wir erkundeten
erst einmal was so ein tolles Tagesticket fr die U-Bahn kosten
sollte,fanden aber leider heraus,daá es dieses erst ab neun Uhr
dreiáig gab.Also latschten wir vom Bahnhof Euston nach Kings
Cross/St.Pancrass.Auf dem Weg dorthin fanden wir auf allen
Hauptverkehrsstraáen Hinweise darauf,wohin man beim šberqueren
derselben die Augen richten msse um dem sicheren Tod durch
šberfahrenwerden auszuweichen.Jens schaffte es aber trotzdem einmal
fast vor ein Taxi zu laufen,aber Olaf,der zum Glck neben ihm
stand,hielt ihn fest.Am Bahnhof erreichten wir auch nicht viel,
denn sowohl die Gep„ckaufbewahrung als auch die Toiletten waren
noch geschlossen.Aber wir konnten zumindest dem Rcken
Erleichterung verschaffen,indem wir fr die Affen Trolleys,also
Kofferkulis,nahmen.Der Klo-Mensch lieá sich nicht lange bitten,
sondern ”ffnete um sieben Uhr dreiáig bzw.leider etwas sp„ter die
Pforten der heiligen St„tte,wo wir den ersten horrenden Eintritt
Londons berappten,10p.Auch das Gep„ck bekamen wir verstaut,
nachdem wir alle Sachen zum Waschen herausgenommen hatten.Das
Fach kostete œ 3,was am Anfang noch keinen weiter st”rte,wir
hatten's ja noch - noch! Vorn am Bahnhof gab es einen Pornostand
und einen Zeitschriftenladen,wir nahmen das Interessante - den
Laden,und kauften einen Londoner Stadtplan,sogar mit
U-Bahnkarte.Drauáen vor der Station (sprich:St„ischen) lief
Olaf los um einen Mlleimer zu suchen,von denen es im ganzen
Bahnhof,trotz"Keep the Station Tidy" keine gab,wohl aus Angst
vor Bomben,aber nicht ohne mich mit dem Auftrag auszustatten den
Weg zum n„chsten Waschsalon zu erfragen.Ich ging zum Taxistand,
wo ich von einem Fahrer mit den Worten"Ich habe zu arbeiten,bin
doch kein Touristenfhrer,frag dahinten irgendwen!" weggeschickt
wurde.Na danke,das fing ja gut an.Also verlagerte ich meine
Bemhungen auf einen Polizisten,der nach l„ngerem šberlegen
wuáte,wo wir unsere clothes washen konnten.Wir fanden auch nach
ein paar Schwierigkeiten den Weg zum Saloon,bei dem aber
anscheinend Omma und Oppa-Tag war.Er war nur von alten Leuten
besucht,weswegen auch das Waschen der Unterhosen ausfiel (nur um
die alten Leute nicht zu bel„stigen,nicht weil wir uns
sch„mten!).Die Maschine wurde vollgestopft,der Salon
vollgemieft (wegen der Socken und Schuhe),œ 2,50 und Ariel
eingeworfen und los ging's.Von den Alten bel„chelt aáen wir
erst einmal Frhstck,w„hrend das Wasser in der Maschine immer
dreckiger wurde.Zum Glck betrat nach einer Weile Mr.Cool McCool
den Saloon und so hatten auch wir etwas zu bel„cheln.Er war
wirklich absolut supercool:sein Regenmantel,sein Hut,sein
Rauchen,sein Lesen in einer hyperanspruchsvollen Autozeitung und
seine erfahrenen unschlagbar fachkundigen Blicke,einfach alles!
Der Trockner war nicht so sehr die Erfllung,aber nasse
Klufthemden bringen wenigstens Khlung.Jens und Puzi opferten
noch 20p extra,hatten dafr sogar trockene Klamotten.Auf gings
zu Madame Tussaud's,aber erst,nachdem ich die Tagestickets fr
alle Zonen geholt hatte,vorsichtshalber,denn wir wuáten ja noch
nicht,wo wir die Nacht verbringen wollten.Kurz nach dem
Wachsfigurenkabinett sahen wir ein paar Telefonzellen,die
innen voller Karten steckten.Olaf und Jens nahmen ein paar mit
und sahen,daá auf ihnen eine eindeutige Aufforderung zum
Telefonieren vermerkt war,mit Sprchen wie etwa:"Satisfaction
guaranteed" oder"I whip you in stage",die wurden erst einmal
eingesteckt.Die groáe Schlange vor Madame Tussaud's wurde schnell
hinter uns gebracht und nachdem wir insgesamt mehr als œ 20
Eintritt berappt hatten,durften wir hinein.Es war fantastisch,
bis auf die Tatsache,daá wir unseren ganzen Kram,also Essen und
Wasser mit hindurchschleppen muáten.Wir sahen von James Bond
ber Hitler bis hin zu Baden Powell alles was Rang und Namen hat oder hatte,
einschlieálich der tollen Beatles-K”pfe.Na gut,es gab die
Beatles auch in ganz - also Kopf mit Rumpf dran.Bei James Bond
begann Benjamins Sternstunde,er kl„rte n„mlich eine Frau,die
behauptete,die Figur w„re nicht Sean Connery sondern Roger Moore,
darber auf,daá es Timothy Dalton sei.Es waren auch viele
Deutsche ausgestellt.Mit einem ™sterreicher lieá sich Olaf
fotografieren.Am Ende fuhren wir durch eine Art Geisterbahn,die
die Geschichte Londons dokumentierte.Das h„tte sogar ganz bequem
werden k”nnen,wenn dieser Wagen nicht immer die Gitarre gegen
meine Beine gepresst h„tte und Olafs Affenschnalle sich in seinem
Schnrband verfing und mein Schuh mitsamt Fuá beim Aussteigen
zwischen Wand und Haltebgel verklemmte,sodaá ich diesen erst
wieder herunterbiegen,meinen Fuá herausziehen,das dumme Ding
wieder hochbiegen und dann aussteigen muáte bzw.konnte.Nach
Madame Tussaud's gingen wir in der Baker Street noch ein wenig
auf und ab in der Hoffnung,das Sherlock Holmes Museum zu finden.
Das gelang uns nicht,stattdessen aáen wir Mittag an einer
Kreuzung,wobei wir allerlei imposante Fahrzeuge sahen,vom
Jaguar ber sechstrige Mercedes S-Klasse bis hin zu teuren Rolce
Royce.Benjamin schaffte es,seinen Fotoapparat wieder zum Leben
zu erwecken,was ihn einerseits freute,warum,ist ja wohl klar,
andererseits aber „rgerte,denn so hatte er keine
Wachsfigurenfotos.Dafr gab aber Puzis Fototeil seinen Geist auf,
und auch der Mann im Fotogesch„ft,den wir konsultierten,sagte,
er w„re hinber,bekam ihn aber irgendwie wieder hin (die
Batteriekontakte waren etwas zu stark verrostet).Wir beschlossen
nach einem Blick auf die Karte eine absolute Touri-Tour zu
machen,alle Sights schnell hintereinander anzufahren,zu
fotografieren und wieder abzuhauen.Den Beginn stellte der Tower
dar.Jener war von auáen aber weniger interessant als zwei M„nner,
die im Garten Bogen schossen.Danach gingen wir einmal ber die
Towerbridge,so nach dem Motto,das muá man mal gemacht haben,
und trafen auf dem Rckweg eine Frau die uns erz„hlte,sie sei
Pfadfinderin aus Thailand.Sie lieá sich mit uns und ihren
Kindern auf Zelluloid bannen und verabschiedete sich
berschwenglich.Kaum zu glauben,wo man berall Pfadfinder trifft
und vor allem,woher.Also wieder in die U-Bahnstation Tower Hill
und zur n„chsten Station unserer Sightseeing-Tour:Big Ben,
Westminster Abbey.Der Turm wurde fotografiert und Postkarten
gekauft,die hier nur 5p kosteten.Das wiederum wurde Olaf zum
Verh„ngnis,denn der Typ hatte kein Wechselgeld und demzufolge
wollte er auch von Olaf's œ 5 Schein nichts wissen.Aus der
B„ckerei,oder war es ein Fastfood Laden,wurde pl”tzlich eine
Frau geschleppt,die von mindestens fnf Polizisten zum n„chsten
Polizeiwagen gebracht wurde,wogegen sie sich mit heftigem Treten
und Schlagen wehrte,was aber nichts ntzte.Die anderen Leute
ihrer Reisegruppe waren jedenfalls nach ihrem Abtransport nicht
sonderlich deprimiert sondern lachten und machten Sp„áe darber.
Unsere n„chste Station hieá Picadilly Circus,bei dem es zwar
nicht besonders viel zu sehen gab,aber man muáte eben dagewesen
sein.Das einzig Interessante war der Burger King,bei dem wir
auf Gruppenkosten erst einmal alle etwas tranken.Unsere Jujas und
Affen hatten wir bei einem kurzen Abstecher nach Kings Cross
in einem œ 1 Fach untergebracht.Jens,Olaf und Puzi holten sich
noch etwas mehr.Jens sogar ein ganzes Burger King-Meal.W„hrend
des Trinkens genossen wir wieder einmal knstliche Musik und
MTv.Danach gingen wir in Richtung China-Town weiter,fanden
vorher noch einen richtig billigen Buchhandel,in dem sich
Benjamin ein Fantasy-Buch und Olaf,Mist,Olaf hat sich gar
nichts gekauft,nur geguckt.Auf unserem weiteren Weg sahen wir
eine riesige Menschenschlange,und als Benjamin und ich auf diese
zustrebten,fanden wir Planet Hollywood,das Restaurant,das
Arnold,Bruce und Sylvester geh”rt.Wir schossen ein paar Fotos
z.B.von R2D2 und C3PO und gingen endlich nach China-Town.Im
ziemlich ersten Laden fand Olaf ein Mah Jongg Spiel fr œ 20 und
eines fr œ 40.In den Superm„rkten fanden wir allerlei Porzellan
und Geschenkideen wir Tee oder Sake und beschlossen,am n„chsten
Tag nach dem Umtausch von Geld und mit etwas mehr Zeit
zurckzukommen.Wir sahen uns noch eine Weile um,sahen allerlei
Fremdartiges und fuhren dann zum Kings Cross zurck.Am Kings
Cross angekommen berlegten wir uns,daá es vielleicht ganz
gnstig w„re in Wimbledon zu bernachten,denn Benjamin und ich
hatten die Idee,daá dort eventuell noch ein paar andere Camper
sein wrden,die noch auf Karten fr den n„chsten Tag hofften.
Wir fanden auch den komplizierten Weg Richtung Wimbledon,aber
nur,weil uns ein netter Herr anbot,wir k”nnten ihm folgen,er
wolle auch dorthin.Wir stiegen in Southfield aus und merkten
sofort,daá wir dort richtig waren,denn berall waren Leute in
Tennis-Zuschauer-Klamotten,die man immer irgendwie erkennt (z.B.
am Wimbledon-Emblem).Wir fotografierten den ersten offiziellen
Verkaufsstand fr T- und Sweat-Shirts,worauf uns das M„dchen,
welches dieseverkaufte,fordernd die Hand entgegenstreckte und
lachend ein Pfund forderte.Es h„tte sich vielleicht gelohnt wie
wir drei Pfadfinder fanden.Auf gings zum Spielfeld,also Centre
Court und das kleine Feld-Rumgesockse.Als wir n„her kamen,sahen
wir schon jede Menge Leute,ein paar hundert,die an der Mauer
ihre Lager mit Schlafs„cken oder Decken aufgeschlagen hatten.Wir
dachten uns:"Nein,da legen wir uns nicht dazu!" und gingen ein
Stck eine Straáe den Berg hinauf.Mehrere Schlafpl„tze wurden in
Erw„gung gezogen,und als wir eine kleine verlassene Villa fanden,
gingen wir in den Garten,der sogar einen Swimminpool hatte und
lieáen uns auf dem feinen Golfrasen nieder.Das Haus war zwar
verlassen,jedoch nicht das nebenan,es wurde n„mlich mindestens
von zwei Hunden bewohnt,die auch gleich nach unserer Ankunft
heftig zu bellen anfingen und den Zaun rauf und runter liefen.
Wir verlieáen das Gel„nde fluchtartig und gingen nun doch
hinunter zu der campenden Masse.Olaf und ich sockten los,um
einen Platz zu suchen,fanden aber nur einen Parkplatz,der aber
um dreiundzwanzig Uhr abgeschlossen werden sollte.Dummerweise
war das aber gerade dann,als wir darauf waren.Olaf rannte
schnell los und lieá sich von einem Wachmann einen anderen,noch
offenen Ausgang zeigen.Wir muáten also zum Ende der Schlange
gehen und legten uns in den Schatten eines Baumes,ohne
Schlafsack und so weiter,und uns war schon kalt bevor wir
einschliefen.
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Mittwoch,30.6.93,Kjell
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Ich erwachte ungef„hr gegen zwei Uhr,hatte also eineinhalb
Stunden geschlafen.Ich fhlte mich absolut steif gefroren und
auch Benjamin hatte Probleme beim Aufstehen und anschlieáenden
Herumgehen.Wir w„rmten uns ein wenig in einer Public Toilet
auf,die wir zum Glck aufgesprt hatten.Als auch Olaf aufstand
und Benjamin wieder kurzzeitig einschlief,der glckliche,kam
ein deutscher Junge aus Mnchen zu uns,mit dem wir uns lange
unterhielten.Einmal wachte Jens kurz auf,der die ganze Zeit
durchgeschlafen hatte,torkelte aber dermaáen durch die Gegend,
daá wir ihn wieder hinlegten und er sofort weiterschlief.Auch
Puzi wandelte ein wenig im Schlaf,aber als er begann,auf die
Sachen unseres"Bettnachbarn" zu treten,weckten wir ihn auf.Um
fnf Uhr gingen wir zur U-Bahn,setzten uns in die Circle Line
und fuhren bis ungef„hr sieben Uhr immer im Kreis,wobei wir
schliefen.Um sieben Uhr stiegen wir in Kings Cross aus und
warteten auf die Freigabe unseres Gep„cks.Das Klo wurde zum
Glck schon sieben Uhr dreiáig ge”ffnet,was meine Rettung war.
Benjamin meinte zwar,ich h„tte denen einen fetten Haufen vor die
Tr kac...sollen wenn sie nicht pnktlich aufgemacht h„tten,
aber das fand ich doch nicht so toll,oder war es vielleicht
Jens' Idee? Na ja,das Gep„ck wurde aus- und wieder einger„umt.
Nach einem ausgiebigem Frhstck,das auch n”tig war,denn
erstens hatten wir Hunger und zweitens muáten wir wieder bis neun
Uhr dreiáig warten,ging es auf zur Oxford Street,natrlich erst,
nachdem ich die Tagestickets geholt hatte,Schwarzfahren ist
nicht! An der Oxford Street war gleich eines der ersten
Gesch„fte ein sogenannter"Mega-Store",wo wir uns auch fast eine
Stunde aufhielten.Es gab Videos,Computer-Games und CD's,
auáerdem noch T-Shirts und Bcher aller g„ngigen Musikgruppen.
Benjamin fand auch das Spiel:"Prince of Persia II",dessen Demo
er sich am vorherigen Morgen zusammen mit zwei Computer-
Zeitschriften gekauft hatte.Er kaufte das Spiel vorerst noch
nicht.Wir latschten die ganze Oxford Street ab,tauschten Geld
und fanden mal so allerlei interessante Dinge.Am Ende der Straáe
sahen wir uns noch Marble Arch und den Hide Park,in dem wir
sogar Pause machten,an.Wir fuhren unsere n„chste Station an:Den
Buckingham Palast.Auf dem Weg dorthin fanden wir einen
Pfadfinderladen,der das Pr„dikat fhrte,der erste in der Welt
gewesen und immer noch der Erste zu sein.Dort trafen wir einen
Mann und eine Frau,die uns erz„hlten,sie seien von der DPSG und
auáerdem,daá ihre Klufthemden nach einer zwei Wochenwanderung
aussehen"wie Sau" usw.blablabla,sehr interessant,und wer will
das wissen? Der Laden war sehr interessant.Es gab jede Menge
Pfadfinder-Kram,von englischen Halstchern ber Bcher bis zu
Kleinkram als Souvenir,das Jens und Puzi sogleich anschafften,
es sah ja alles so billig aus.Wir kauften noch das Buch
"Scouting for Boys" von B.P.,verlieáen den Laden wieder,
aber noch vor den beiden DPSG-Leuten,von diesen mit dem Tip
ausgestattet,uns doch einmal das Baden-Powell House anzusehen.
Auf dem Weg zum Palast trafen wir eine andere Pfadfindergruppe
aus Deutschland,die wir als Christliche Gemeindepfadfinder
einstuften,aber nicht weiter mit ihnen sprachen.Der Palast wurde
fotografiert und auf den Stufen vor dem Palast oder auf so einer
Art S„ule oder Denkmal oder was weiá ich pausten wir und aáen
Kekse.Wir befanden die Zeit fr reif,wieder nach China-Town zu
fahren,was wir dann auch taten.Olaf war sich mittlerweile nicht
mehr so ganz sicher,ob er das Mah Jongg Spiel wirklich kaufen
sollte,denn der Chinese konnte die Regeln nicht erkl„ren.Somit
gingen wir zuerst in die Superm„rkte,wo sich Fuchs eine Bchse
Ananas kaufte,glaubte er zumindest.Drauáen wurde die Bchse
ge”ffnet und wir stellten fest,daá es absolut eklig eingelegtes
Zuckerrohr war,das keinem so recht schmeckte.Ich hab ihn gerade
mal gefragt,was er damit eigentlich gemacht hat,er meinte,er
habe sie immer noch im Affen,igitt...Aber weiter im Text:Wir
kauften Porzellan,einige fr sich selbst,andere als Geschenke
und entschieden uns gegen den Reiswein (aber nur,weil wir
zuwenig Geld hatten).Ich fragte Olaf ber die chinesischen
Essens- und Geschirrgewohnheiten aus und kaufte danach etwas.
Jens schickte ich los um eine Wassermelone zu kaufen,die wir an
Ort und Stelle verzehrten.Ein Mann sprach uns dabei an und
unterhielt sich eine Weile mit uns,seine abschlieáende
Bemerkung:"There are many pretty girls in London",eine Tatsache,
die wir nicht unbedingt abstreiten konnten.Wir verlieáen China-
Town nach einiger Zeit mit vielen Tten bepackt und gingen in
Richtung Picadilly Circus.Wir fanden ein Kino,in dem mehrere
Filme liefen,aber entweder waren sie ab fnfzehn oder ab
achtzehn,also zu "alt" fr Jens und Daniel.Wir suchten ein
anderes Kino,d.h.Olaf blieb beim Gep„ck,w„hrend wir anderen
mit der Karte bewaffnet loszogen.Als ich bemerkte,daá die drei
mir aber nur hinterher liefen,gab ich Benjamin die Karte,
meinte:"Ich komme schon irgendwie ohne Karte klar!" und ging
allein meiner Wege.Ich fand allerlei Filme,jedoch nur einen der
geeignet erschien.Er hatte keine Altersbeschr„nkung sondern nur
das Pr„dikat PG.Ich fragte die Dame am Popcorn-Stand und sie
sagte es hieáe,daá Kinder zwar in allen Altersstufen
hineindrften,aber nur mit ihren Eltern.Auf mein Frage,ob es
unbedingt Eltern sein máten oder ob auch Gruppenleiter gehen,
sagte sie ja,aber ich sollte lieber noch die Frau im
Kartenh„uschen fragen.Ich unterbreitete meine Frage sehr
ausfhrlich,als ich gerade fertig war,entschuldigte sie sich,
sie hatte das Verbindungsmikrofon nicht eingeschaltet und ich
m”chte doch bitte alles nochmal sagen.Das muáte ich dann wohl
tun und sie best„tigte mir die Aussage der anderen Frau.Ich ging
zurck und,gleichzeitig mit mir d.h.etwas sp„ter kamen auch die
anderen an,hatten jedoch keine geeigneten Filme gefunden.ich
erz„hlte ihnen also von"Matinee",so hieá mein Film und Olaf
schickte mich noch einmal zurck um zu fragen,ob wir das Gep„ck
dort lassen k”nnten,das aber wuáte die Popcorn-Frau auch nicht
so genau und teilte mir mit ich solle auf den Platzanweiser
warten.Der hatte aber gerade dreiáig Minuten Freápause.Ich lief
zu den anderen zurck und hoffte,daá dies m”glich sei.Wir
fuhren nach Kings Cross,packten unser Gep„ck aus und aáen
Abendbrot.Unsere Taue und das Porzellan verstauten wir in einem
œ 1 Fach und fuhren zum Kino.Dort fanden wir eine Stelle fr
Gep„ck.Olaf ging auf's Klo.W„hrend er weg war,kaufte ich fr
alle noch eine œ 3 Tte Giant-Popcorn.Nachdem er wieder vom Klo
zurck war,erz„hlte er irgendetwas vom Wasserhahn,ich h”rte
nicht so richtig hin.Der Film war leidlich,Olaf schlief zweimal
kurz,Puzi ewig lange (bis zum Ende des Filmes),mir gefiel er
eigentlich ganz gut.Nach dem Film ging ich nochmal aufs Klo und
drckte unvorsichtiger Weise den Wasserhahn,ich sage nur:H„tt'
ich mal besser zugeh”rt,denn es spritzte frchterlich.Es
spritzte genau in das Loch meiner Lederhose und lief dann an
meinem Bein hinunter.Wir fuhren wieder nach Southfield bzw.nach
Wimbledon.Diesmal allerdings war dort wesentlich weniger los,
und als wir zur Stelle vom Vortag gelangten sahen wir,daá wir
nichts sahen.Ich ging los und sah nach,ob eventuell irgendein
Parkplatz offen w„re und als ich so mir nichts,dir nichts an dem
Eingang von Wimbledon vorbeikam,allerdings erst auf dem Rckweg,
waren dort drei M„dchen,die sich gerade zur Nacht fertig machten,
also umzogen.Sie taten das ohne Scham als ich vorbeiging,
lachten und kicherten sie zwar,aber machten keine Anstalten sich
irgendwie zu bedecken.Mich st”rte das auch nicht weiter,trotzdem
kehrte ich zu den anderen zurck.Die hatten sich inzwischen mit
zwei anderen Deutschen abgesprochen,die dort am Eingang schlafen
wollten,also gingen wir auch dorthin.Die M„dchen lachten wieder
als sie mich sahen,ich fand es gar nicht so lustig,aber egal.
Wir bauten uns ein weiches Nachtlager auf drei Schichten Ponchos
und zwei Schichten Kohtenbahnen,von denen ich nicht soviel
hatte.Ich lag nur auf einem Poncho,heul...Naja,Benjamin und
ich bl„tterten noch ein wenig in der Computer-Zeitschrift,machten
aber bald die Kerzen aus und schliefen ein.
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Donnerstag,01.07.93,Kjell
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Um halb 8 standen wir auf und fanden an unseren K”pfen Broschren
ber Wimbledon,zwar vom Vortag,aber dafr absolut gnstig,weil
umsonst.Wir freuten uns,packten unser Zeug und gingen zu einem
kleinen Lebensmittelladen,wo wir einkauften und frhstckten.
Als wir damit fertig waren,war es auch schon nach neun Uhr
dreiáig und so konnten wir gleich starten.Als erstes stand
das Baden-Powell-House auf dem Plan,das wir besichtigten und bei
dem wir uns ins G„stebuch eintruge.Puzi verbrachte mal wieder
einige Jahrhunderte auf dem Klo,was irgendwie peinlich war,denn
auáer uns war noch eine Girl-Guide-Gruppe in dem Haus.Olaf und
ich kauften jeder eine Postkarte mit dem Abschiedsbrief B.P.'s
und danach ging's bald weiter.Auf zum Trafalgar Square,meinem
Lieblingsplatz in London.Ich sonderte mich ein wenig ab,um ein
gutes Foto von Nelson's Column zu ergattern,was aber ein Fehler
war.Mich sah ein Polizist und forderte mich auf,auf der Treppe
einmal h”her zu kommen.Das tat ich natrlich,aber als ich oben
war,fhrte er mich regelrecht ab,zu zwei anderen Polizisten,
einer Frau und einem Mann.Sie nahmen mein Messer hinaus und
begutachteten es.Der eine fragte mich,was ich damit vorh„tte
und so erz„hlte ich ihm,daá wir aus den Highlands k„men und das
Messer dort gebraucht h„tten.Zur Bekr„ftigung dessen erdachte ich
noch schnell ein paar Mega-Stories,wozu genau wir es benutzt
h„tten.Die beiden M„nner glaubten mir die Geschichten
anscheinend,die Frau h„tte mich warscheinlich am liebsten
mitgenommen und verhaftet,da aber der eine Mann scheinbar
Rangh”her war,hatte ich Glck.Ich versprach ihnen das
gef„hrlich Mordwerkzeug abzumachen,sie blieben so lange,bis ich
damit fertig war und gingen erst,als ich ihnen noch erz„hlt
hatte,wo genau ich herk„me und wann ich London wieder verlieáe
usw.Als ich denn endlich entlassen war,ging ich zu den anderen
zurck,meine Warnung erreichte sie genau in dem gleichen Moment,
wie die Polizisten.Also machten auch sie ihre Messer ab und wir
verlieáen diese St„tte alsbald wieder mit dem neuen Ziel London
Dungeon.Als wir es erreichten,besorgte ich eine Stelle fr's
Gep„ck und die Karten und hinein ging's ins Verggen.Wir sahen
alle Foltermethoden,die in England irgendwann mal angewandt
worden waren,sei es in der Regel oder auch als Ausnahme,wie
z.B.erst mit dem Pferd geschliffen,dann gekreuzigt,danach in
Fett gekocht und zum guten Schluá l„ngs von unten nach oben
auseinanderges„gt.Das gefiel Fuchs natrlich und er bot sich
auch sofort als Ideen-Lieferant fr dieses Museum an,was er uns
durch ein Beispiel auch verdeutlichte.Wir nahmen auch an einer
Guillotine- und Jack the Ripper-Fhrung teil,die allerdings
durch das ewige "My Loves" und "Darlings" der Fhrerin leicht
nervig wurde.Im Shop wurde noch verschiedenes ausprobiert und
ich kaufte mir eine Kassette mit Horror-Sounds,mal sehen,wie
die so ist.Nach diesem zweifelhaften kulturellen Genuá ging's ab
nach King's Cross,wir holten unser Zeug und fuhren zum Waterloo-
Bahnhof,wo Benjamin und ich die Karten holten und danach nach
Poole fuhren.Im Zug fanden wir leider keine leeren Pl„tze und
erst recht keinen fr's Gep„ck und so bot uns der Schaffner an,
den Gep„ckwagen zu benutzen,wo wir dann auch sitzen blieben.Wir
machten es uns gemtlich und Jens verschwand erst einmal wieder
aufs Klo.Nach einer Weile ging im Zug ein Alarm los,dessen
Kn”pfe berall in den Wagen mit der Strafandrohung von œ 50
bei Fehlbenutzung herumhingen.Mir schwante gar Frchterliches
und ich sagte nur ein Wort:"Jens",Olaf sagte drei Worte:"Nein,
bitte nicht!" und da kam auch schon der Schaffner angerannt und
strebte dem Klo zu,um diesem furchtbaren Ton den Garaus zu
machen.Als Jens wenig sp„ter zurckkam,zwar diesmal ohne das
befreit/befriedigte Grinsen auf den Lippen,sodern eher mit
verst”rtem Gesichtsausdruck,war die Sache schon fast klar.Auf
unsere Frage antwortete er,er h„tte nur so 'nen Knopf gedrckt,
der da an der Toilette war,im Glauben,es w„re die Splung und
dann sei der Schaffner gekommen,h„tte erst gegen die Tr
geh„mmert und diese dann von auáen ge”ffnet.Also war es jetzt an
uns zu hoffen,daá der gute Mann nicht auf seinen œ 50
bestehen wrde.Er passierte unser "Abteil" jedoch nur mit einem
Grinsen und den ungef„hren Worten: "Das sind die Scouts,die die
Klotr nicht aufbekommen!",puhh,Glck gehabt.Wir begannen nach
diesem Schock erst einmal ein biáchen zu singen,wobei Olaf und
ich,mangels Strophenkenntnis,die Eisenbahnballade derartig
verkrzen,daá es schon nicht mehr sch”n war.Nach ein paar
weiteren Liedern betrat ein etwa zwanzigj„hriges M„dchen unser
Gep„ckwagenabteil und setzte sich zu uns,um ein wenig zuzuh”ren.
Wir nahmen unser kleines Liederbuch und sangen immer abwechselnd
ein englisches und ein deutsches Lied.Bei der nuábraunen Maid
(auf englisch versteht sich) konnten Olaf und ich uns nur mhsam
ein Grinsen verkneifen,das M„dchen hatte brigens braune Haare,
aber sie merkte nichts und erz„hlte uns,daá ihre Familie aus der
N„he von Bainbridge k„me.So weit so gut,sie stieg nach einer
Weile aus und auch unser Ziel -Poole- war bald erreicht.Wir
kamen dort um ungef„hr einundzwanzig Uhr dreiáig an und gingen
zur Bus-Station (was man auf der abgetippten Chronik
nicht sieht: hier hat der Zug abrupt gebremst und mich sozusagen
angeruckelt),welch ein sch”nes Gefhl,wieder bekannten
Boden unter den Fáen zu haben.Wir wurden von ein paar Deutschen
verarscht,die wohl dachten,wir w„ren englische Scouts,
verrieten unsere Nationalit„t aber nicht.Wir fanden einen Bus
zum Tower-Park und auáerdem war es Zeit zum Essen.Also ab
zum Kentucky Fried Chicken,denn wir hatten keine Lebensmittel
mehr.Jeder bakam ein Chicken-Burger-Meal,und nachdem wir uns
die H„nde gewaschen und den spanischen Jugendlichen am Tisch
nebenan Grund zur Belustigung geboten hatten,machten wir uns
hungrig darber her.Es reichte aber nicht so ganz und daher
holten wir noch einmal einen Burger fr jeden.Dann war ich aber
der Meinung,die Kasse schon genug belastet zu haben und wir
verlieáen das Lokal in Richtung Busanleger,vielmehr
-haltestelle.Als wir einstiegen erz„hlte uns der Busfahrer,er
fhre nicht zum Tower-Park,aber wir einigten uns dann darauf,
daá er an einer Haltestelle Bescheid sagen wrde,von der aus
wir nur noch fnf Minuten Fuáweg haben wrden.Der Bus war voll
von Sprachreisenden,allerdings kaum Deutschen,haupts„chlich
Finnen,was uns ein paar lustige Erlebnisse an diversen
Haltestellen bescherte,wenn diese z.B.verpaát oder erst im
letzten Moment bemerkt wurden.Wir wurden jedenfalls auf die
richtige Haltestelle hingewiesen.Nach einem kleinen Fuámarsch
machten wir Halt und Jens,Puzi und ich latschten los,um einen
geeigneten Platz zu finden.Wir fanden auch einen und als ich
noch einmal mit Olaf dorthin ging,stellte er fest,daá es sich
scheinbar um einen illegalen Motorrad-Cross-Parcour handelte.Da
aber Donnerstag war,hatten wir keine Bedenken wegen
motorisierten Besuchs in der Nacht,sondern legten uns einafch so
in die Schalfs„cke,Olaf ging noch ein biáchen die Umgebung
erkunden und wir schliefen bald ersch”pft ein.
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Freitag,02.07.93,Kjell
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Wir standen um etwa viertel nach acht auf und Benjamin und ich
wollten nach dem Sachenpacken nach Poole fahren,um dort
einzukaufen,w„hrend die anderen das Gep„ck schon zum Splashdown
bringen wollten.Als wir dann aber an der Haltestelle auf den Bus
warteten,kam Olaf an und erz„hlte uns,daá er im Tower-Park
einen Tesco-Markt gefunden h„tte.Wir folgeten ihm also dorthin
in der Hoffnung,auch irgendwo Geld tauschen zu k”nnen.Wir
fanden auch eine Bank,die zwar sehr klein,aber dennoch recht
einladend aussah.Einladend ist ja ganz gut und sch”n,ntzt aber
alles nichts,wenn sie geschlossen hat.Also gingen wir zum Ice-
Trax und Splashdown,um die Eintrittspreise zu erfahren,œ 7
fr ein Kombiticket.Auáerdem sahen wir noch einen Menschen,der
den Mll oder irgendsowas anderes herausstellte und sich dabei
laut singend artikulierte.Das klang eigentlich gar nicht so
schlecht und wir gingen grinsend an ihm vorbei.Zurck bei der
Bank hatte diese tats„chlich ge”ffnet und wir tauschten 250 DM
ein,allerdings mal wieder nach dem blichen Beh”rden- und
Papierkrieg,also Heimatadresse,Urlaubsadresse etc.Danach
gingen wir in den riesigen Tesco-Markt,die W”lfe blieben drauáen,
sie hatten ja ohnehin kein Geld mehr und um dieses Mal das Ganze
etwas schneller hinter uns zu bringen,gingen Benjamin,Olaf und
ich getrennt los,um das N”tige zu besorgen.Und siehe da,es
klappte auch,wir kauften sogar fr jeden einen Yoghurt,
sozusagen als Vorspeise,was sich sp„ter noch als Fehler
herausstellen sollte.Drauáen angekommen packten wir alle unsere
L”ffel aus und nachdem jeder die H„lfte seines Yoghurts hinter
sich gebracht hatte,war er auch schon satt (Der Esser natrlich,
nicht der Yoghurt).Die leckere (naja,schlecht hats ja nicht
geschmeckt,aber ein biáchen sehr viel war es) Speise wurde auch
noch ganz verzehrt,das Brot muáte noch warten,wir waren eben
schon alle satt.Dann berlegten wir uns,wie wir im Splashdown
ein wenig die limitierte Zeit schinden k”nnten und ich erl„uterte
die Praxis,die ich einst mit Christoph 1991 schon durchgefhrt
hatte.Demnach muáten wir alle einfach gelegentlich auf die
Anzeige sehen,welche Schlsselfarbe sozusagen gerade Trumpf war
um dann,wenn unsere Farbe aufgerufen wurde,schnell die Schlssel
zu tauschen.Dafr war es allerdings h”chst unpraktisch,das
Gep„ck am Eingang abzugeben und in Kluft,noch dazu dreckiger,das
Bad zu betreten,denn dann h„tte sich die Kassiererin garantiert
an uns erinnert,erstrecht,wenn wir unser Gep„ck nicht nach der
abgelaufenen Zeit abgeholt h„tten.Also gingen wir zurck in
Richtung Lagerplatz,wo wir das Gep„ck versteckten und uns in die
letzte vorhandene Zivilkleidung warfen,die dann teilweise sogar
noch abenteuerlicher aussah als die Kluft,weil wahllos nach
Gewicht und W„rmegrad zusammengestellt.Aber egal,wir kamen ohne
Probleme ins Splashdown hinein,die Kassiererin gab mir beim
Bezahlen sogar fr jeden einen Burger King-Gutschein,fr den man
beim Kauf eines Whoppers noch einen zweiten umsonst dazubekommt.
Drinnen,also im Splashdown,war alles wie gehabt,n„mlich acht
Rutschen,von ganz kurz (6-7m) aber auch dunkel,bis hin zu
superlang (was weiá ich,wie viele Meter) mit fieser Steigung,
„hh Gef„lle meine ich natrlich,nach einer Kurve.Wir probierten
alles was erlaubt war aus,das Unerlaubte natrlich noch viel
umfangreicher,so z.B.im Schneidersitz rckw„rts die schnellste
Bahn hinunter und diverse andere Ideen.Nach ber 3 Stunden
hatten wir aber auch keinen Bock mehr und verlieáen nach einer
letzten ausgiebigen Dusche das Bad.Wir sahen kurz ins Ice-Trax,
bemerkten,daá noch nichts los war und beschlossen erst einmal
wieder ins Lager (haha) zu gehen und etwas zu essen.Das
taten wir dann auch,aáen das Brot vom Frhstck und um ungef„hr
neunzehn Uhr gings zurck zum Tower-Park,diesmal allerdings
wieder in Kluft.Um halb acht,als wir die Halle betraten,war
noch niemand auf dem Eis und wir warteten,in der Hoffnung,daá
sich die Halle ein wenig fllen wrde.Um kurz vor acht dann
begann der groáe Ansturm und wir holten unsere Schlittschuhe.Als
es dann endlich acht war,setzte die Musik ein und sofort war das
Eis voll.Wir natrlich mittendrin.Eine kleine anf„ngliche
Unsicherheit machte bald dem groáen Wagemut und dem Rausch der
Geschwindigkeit Platz,bei Olaf und mir zumindest.Wir fuhren
zwar technisch sehr gut,aber dafr waren wir beide mit die
schnellsten auf dem Eis.An einer Teilnahme an der Advanced-
Skater-Time,in der fr ein Lied nur die schnellsten der
Schnellen aufs Eis durften,hinderte uns nur die Tatsache,daá
zur Teilnahme auch Advanced-Skates,also Schlittschuhe,
erforderlich waren.Naja,was soll's,wir hatten auch so unseren
Spaá und fuhren ohne gr”áere Pause bis zum Ende um zweiundzwanzig
Uhr dreiáig durch,wonach wir alle mit ermdeten Knochen und
ausgeleierten Gelenken die Kothe aufbauten,denn es sah etwas
bew”lkt aus.Mde krochen wir in die Schlafs„cke.
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Samstag,03.07.93,Kjell
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Als ich aufwachte,sah ich mich ein wenig um und bemerkte,daá
Olaf die Kothe schon verlassen hatte.Ich wollte mich gerade auf
die andere Seite legen und weiter schlafen,als ich ein lautes
Motorenger„usche vernahm."Nein!",dachte ich,aber als ich den
Kopf aus der Kohte steckte,sah ich zwei Motorr„der,die
querfeldein ber den Platz jagten.Ich zog mich an und verlieá das
Zelt,gerade in dem Augenblick,als Olaf mit einer Einkaufstte
ankam.Er hatte Milch und Wurst gekauft,sodaá wir sofort
frhstcken konnten,als auch die anderen aus der Kohte kamen.Wir
bauten ab und versteckten wieder das Gep„ck,Olaf schrieb einen
weiteren Zettel an den Finder fr den Fall,daá unser Zeug
entdeckt wrde.Danach saáen wir noch eine Weile herum und kamen
pl”tzlich auf die Idee,nochmal etwas zu kochen,solange wir noch
die Gelegenheit dazu hatten.Jens,Benjamin und ich gingen zum
Tower-Park und w„hrend Jens beim Burger King Wasser holte kauften
wir ein.Zurck am Lager,wurde schnell eine Feuerstelle gemacht
und Jens und Puzi kochten Nudeln und die Soáe,die mal wieder viel
zu scharf war.Nach dem Essen,das wir nur knapp berlebten (ich
sage nur: Verbrennungen dritten Grades im Hals und auf der
Zunge),bekamen wir unseren agilen und beschlossen nach Poole zu
fahren.Wir sahen auf dem Weg das Haus der Pfadfindergruppe von
Poole,konnten aber leider nicht den Namen der Bushaltestelle in
Erfahrung bringen.In Poole machten wir einen ausgiebigen
Stadtbummel,allerdings von dem Gedanken getrieben,einen
Waschsalon zu finden,denn so dreckig wollten wir uns nicht auf
Brownsea Island zeigen.Olaf fragte an einem Imbiástand,der
Mensch erz„hlte ihm,man k”nnte in der ”ffentlichen Toilette
waschen.Auf die erneute Frage an diesem Ort,sagte die WC-Frau,
man k”nnte irgendwo in Hamworthy und noch in zwei anderen Orten
waschen,zu weit fr uns.Wir fuhren zurck zum Tower-Park,
gingen dieses Mal jedoch nicht zum Lager,sondern zum Abendessen
zum Tesco.Wir entschieden uns wieder fr die Yoghurts,denn das
Essen muáte schnell gehen und daá man von dieser Mahlzeit satt
wird,wuáten wir ja bereits.Wir wollten n„mlich noch vor der
Pause ins Ice-Trax,um so eingefahren zu sein,wenn das Eis
erneuert wrde.Also wiesen wir Benjamin und die W”lfe,die
zusammen einkaufen gingen,an,L”ffel mitzubringen,um noch mehr
Zeit zu sparen.Das taten sie dann auch,aber als wir um fnf
nach sieben das Ice-Trax betraten,stellten wir fest,das die
Pause bereits um sieben begonnen hatte.Naja,egal,eh zu sp„t,
und so brauchten wir auch beinahe die ganze Zeit,um unsere Sachen
einzuschlieáen,aufs Klo zu gehen und diverse andere Dinge zu
erledigen.Um Punkte acht gings dann auch gleich wieder los und
die Show vom Abend vorher nahm ihren Lauf.Allerdings diesmal mit
einem Unterschied:Das Eis war voller (wesentlich) und Olaf und
ich waren schneller (auch wesentlich),was auch unsere
Lenkf„higkeiten stark verbesserte (zwangsweise).Olaf legte sich
nur einmal auf die Schn...,und das,als er mich mit Wasser
bespritzen wollte.Ich stand gerade mal wieder mit so'nem M„dchen
am Rand,die den scheinbar sehr beliebten und verbreiteten Gag
abzogen: "My friend loves you! What is your name?"Ich brachte es
aber nicht fertig,ihr "I love you!" zu antworteten,wie Olaf und
ich uns vorher als Abwehrtaktik fr diesen Gag berlegt
hatten,das w„re einfach zu unwarscheinlich gewesen.Naja,Olaf bot
mir jedenfalls ordentlich Ablenkung und die Zeit war ohnehin fast
zu Ende.Zu sagen w„re nur noch,daá wir nach einer Weile
Fahren,auch schon am ersten Tag,das Pr„dikat "The racing scouts"
angeheftet bekamen,was uns auch mindestens einmal gesagt
wurde.Nach halb elf verlieáen wir die Halle,gingen zum Lager
zurck und schliefen bald ein,diesmal wieder ohne Kothe.
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Sonntag,04.07.93,Kjell
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Der n„chste Morgen begann wieder mit Motorradl„rm,der nun aber
nichts Besonderes mehr darstellte.Benjamin und ich gingen
einkaufen,w„hrend Puzi und Jens aufstanden,Olaf war schon wach
und unterwegs gewesen.Zurck am Lager frhstckten wir,packten
unser Zeug und auf gings mit dem Bus zur Bus-Station und von dort
aus zum Hafen,von wo unsere F„hre nach Brownsea Island gehen
sollte.Ich kaufte die Karte,mit dem Rckfahrdatum des n„chsten
Tages,und es h„tte eigentlich gleich losgehen k”nnen,wenn nicht
Puzi gerade zum Wasserholen verschwunden w„re.Wir setzten
unser Gep„ck schon mal auf und als Puzi in Sichtweite kam,trieben
wir ihn unmiáverst„ndlich zur Eile an.Jens Geschrei hatte dabei
warscheinlich keinen Nutzen,denn er brllte quer ber den
Verkehrskreisel und Puzi h”rts nichts,uns war's eher peinlich.Wir
schafften es jedenfalls geradeso und steuerten,bzw.lieáen den
Kapit„n ansteuern (man hat ja schlieálich fr alles seine Leute)
Brownsea Island an und betraten das Eiland,welches nahezu neunzig
Jahre zuvor von solch groáer Bedeutung gewesen war und auch heute
immer noch ist.Vorne am Eingang wollte ich noch den Eintritt
berappen,aber der Mensch fragte mich,ob wir hier schliefen und
als ich das bejate,kl„rte er mich auf,daá wir dann nichts bezahlen
máten.Er sagte uns auáerdem, daá wir drinnen (im Tourist-
Informations-Shop) eine Gebietskarte erhalten wrden und daá der
Scout-Warden an der Scout-Side schon auf uns warten wrde.Auf die
Frage,ob wir laufen k”nnten oder ob er uns fahren sollte,lehnten
wir h”flich ab,holten die besagten Karten und liefen los.Es war
ein sehr beschwerlicher,weil weiter Weg und das wurde auch noch
vom seltsamen Geruch irgendwelcher B„ume untersttzt.Am Scout-
Stone wurde erstmals eine kurze Pause und ein Foto gemacht,ein
Muá,wenn man auf der Insel ist.Danach gingen wir weiter in das
Areal,das extra fr die Scouts bzw.Guides gemacht ist,wo wir auch
unseren Warden trafen.Dieser war sehr erfreut uns zu sehen und
fragte,ob er uns irgendwie helfen k”nnte.Uns fiel nichts ein und
so lehnten wir ab,lieáen uns aber noch das Trinkwasser zeigen,das
leider gechlort war.Er sagte uns,wir k”nnten uns irgendeinen
Platz suchen,wo immer wir wollten,denn es war keine andere
Pfadfindergruppe auf der Insel,schade! Das taten wir dann auch
und Olaf und ich gingen nach einer Weile noch mal los,um den Ort
der Toiletten und Duschen zu erfragen,die wir uns erhofften.Der
Warden entschuldigte sich aber mit den Worten: "Sorry,no toiletts
and showers,it's very basic" und so versicherten wir ihm,wir
k„men schon klar,h„tten unser eigenes Klo dabei oder wrden immer
nach vorn zum Touri-Shop laufen und verabschiedeten uns wieder
von ihm.Wir gingen zu einem der "Wasserk„sten",aus denen Wasser
floá,das zwar unbehandelt,aber dennoch sauberes Grundwasser
war.Wir wuschen s„mtliche Klamotten,hingen sie auf und gingen zum
Meer.Wir badeten allerdings nicht sehr lange und Jens bewarf
nacheinander alle mit Schlamm,weswegen er auch Puzis,Benjamins
und meinen Zorn auf sich zog,Olaf blieb von dem Schlamm
verschont.Bei der anschlieáenden Verfolgungsjagd bewies Jens mal
wieder,daá es sehr ungesund ist,sich beim Laufen
umzudrehen.Genau das tat er n„mlich und rannte gegen einen
Drahtzaun,ber den er natrlich im hohen Bogen hinwegflog.Er
verletzte sich etwas an Gesicht und Bein und seine Schulter bekam
ein grӇere Wunde ab.Sie wurde verarztet und wir bauten die Kohte
auf. Nach der Brhe,die wir auf Esbit kochten, spielten wir noch
Karten und Mahjongg.Zum Chronikschreiben hatte ich an diesem
Abend jedoch keine Lust mehr.
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Montag,05.07.93,Kjell
Am n„chsten Morgen wachte ich kurz vor neun Uhr,Benjamin war auch
schon wach,die drei anderen waren gar nicht mehr da,und wir beide
standen auf und gingen zum Waschen.Die anderen lagen vor der
Kothe in der Sonne auf ihren Schlafs„cken bis auf Olaf,der die
Insel erkundete.Ich n„hte noch schnell meine Schulterklappe an und
um viertel vor zehn brachen wir auf um zur F„hre zu gehen.Als wir
um zehn nach zehn dort ankamen,fuhr gerade eine F„hre davon und
wir befrchteten schon Schlimmes,aber nach ein paar Minuten kam
eine gelbe F„hre,die nicht nach Poole sondern nach Sandbanks
fuhr.Das wiederum war nicht weiter schlimm,denn es nahte schon
ein weitere F„hre,diesmal in Blau.Wir fanden heraus,daá sie auch
nach Poole fuhr und wollten gerade glcklich einsteigen,als der
Kartenabreiáer sagte: "That's not the right company!"Wir hatten
also Karten fr eine andere F„hrfirma,na hurra.Nun hatte Olaf
Zeit um aufs Klo zu gehen denn sie n„chste Gelbe muáte ja
dauern.Als er aber gerade mal vier Minuten weg war,kam die Gelbe
auch schon zurck und ich rannte ihm schnell nach,um ihn zu
holen.Wir schafften es endlich von dieser Insel
wegzukommen.Leider fuhren wir nicht direkt nach Poole sondern
zu einer Inselrundfahrt,die nahezu eine dreiviertel Stunde dauerte.
Durchgefroren und fast verhungert kamen wir am Hafen an und
gingen sogleich zum Tesco im Dolphin Centre,um frs Frhstck und
die restlichen Tage (zumindest auf Brownsea Island)
einzukaufen.Gleich vor dem Centre wurde gegessen,danach gingen
wir los,um die Zugkarten bis Dover zu kaufen,denn wir hatten
alles deutsches Geld umgetauscht und wollten nun wissen,wieviel
wir tats„chlich noch hatten.Ich muáte leider ber œ70
bezahlen,was bedeutete,daá wir nicht mal mehr œ 30 fr den Rest
der Fahrt berbehielten.Dadurch muáte der Besuch des Poole-
Aquariums ausfallen.Wir suchten einen Buchladen und Jens und ich
nahmen eine Europakarte aus einem St„nder,breiteten sie auf der
Erde aus und Olaf maá mit Jens'Kompaá die Marsch- bzw.Gradzahl
von Poole nach Gifhorn.Danach lief ich durch den Laden,besorgte
ein eingepacktes Lineal,das ich ganz geschickt und unauff„llig
auspackte,um die Entfernung auszumessen.Olaf fotografierte die
ganze Aktion und ging mit mir dann zum St„nder der
Taschenrechner,bei denen wir die Entfernung umrechneten.Es
ergaben sich 910 Km in 120ø.Wir versuchten in der Stadt
irgendjemanden aufzutreiben, der uns ein Holzschild mit unserem
Stammesnamen,der Dauer des Aufenthaltes auf Brownsea Island und
die Entfernung nach Gifhorn gravieren konnte.Wir wurden auf einen
kleinen Laden verwiesen,den wir auch nach einigen Schwierigkeiten
fanden.Der Mann machte uns das Angebot,den Schriftzug:Stamm
Zugv”gel Gifhorn,4th to 6th of July 1993,ÄÄÄ>,120ø,910 km fr œ8
auf ein Metallschild zu gravieren,welches wir natrlich
annahmen.Es sollte eine halbe Stunde sp„ter fertig sein und so
gingen wir zurck zum Hafen,weil wir uns versprachen,dort am
ehesten ein Brett fr das Schild zu finden.W„hrend Benjamin beim
Gep„ck blieb,gingen Jens,Olaf und ich los,um etwas Holz
aufzutreiben.Wir fanden eine Art S„gewerk und betraten es durch
ein Zauntor.Ein Arbeiter,den wir ansprachen,fhrte uns zu seinem
Chef,so einem von der Sorte: "M”chte gern,kann bzw.darf aber
nicht!",der aber endlich konnte,uns also groáspurig ins Bro
verwies,so nach dem Motto: "St”rt mich nicht bei meiner wichtigen
T„tigkeit." Der dicke Mensch im Bro hinter seinem protzigen
Schreibtisch schickte uns mitsamt Arbeiter wieder zurck.Aus
einem Mllhaufen von Brettern durfte der Arbeiter uns welche
geben.Er zog ein paar Bretter heraus,zeigte uns sehr
gestenreich,wir wie sie zusammennageln máten,um die von uns
gewnschte GrӇe zu erreichen.Wir dankten und gingen zurck zu
Benjamin,von dem wir erfuhren,daá Puzi ebenfalls auf der Suche
nach einem Brett war.Er kam auch bald zurck,mit einem kleinen
Brett vom S„gewerk (die Leute mssen sich leicht verarscht
gefhlt haben).Wir gingen zurck zum Gravurladen.Als uns der Mann
das Schild zeigte bemerkten wir,daá er einen Fehler bei der
Kilometerangabe gemacht hatte: 190 KM anstatt 910 KM. Er
entschuldigte sich und verbesserte es sofort,indem er einfach den
unteren Teil der Platte abschnitt und nochmal gravierte wobei
wir zusehen durften.Zurck am Hafen zeigten wir Puzi das
Schild,das der Mann freundlicherweise auf das Brett genagelt
hatte.Mir fing an,die Gradzahl irgendwie falsch vorzukommen,da
120ø sdlich von Deutschland liegt (zumindest von Gifhorn).Olaf
war immernoch der Meinung,das liege nur an der Biegung der
Breitengrade und Gifhorn wrde sdlicher liegen als Poole,aber er
wrde seine Meinung auch noch „ndern.
(Es mssen 80ø sein - die n„chste Gruppe auf Brownsea m”chte es bitte
„ndern.)Ich holte mir endlich den
langersehnten Slush-Puppie-Drink.Dadurch daá ich an diesem Stand
ca.10 Minuten anstand,hatte ich die Gelegenheit,die
Verk„uferin,ein etwa 18j„hriges M„dchen,zu beobachten.Von der
ersten Sekunde erinnerte sie mich an irgenjemanden und ich wuáte
auch relativ schnell an wen: Ane! Nur daá dieses M„dchen schwarze
Haare hatte.Der Rest: K”rpersprache,Mimik des Gesichtes und die
Art zu Reden waren absolut wie die von Ane.Als Olaf kam,lieá ich
ihn erst einmal raten,denn ich war mir nicht hunderprozentig sicher,ob
es wirklich Ane sein.Er kam nicht sofort darauf,aber als ich
sagte:"Ane,vielleicht?" war er auch begeistert.Wir
standen noch ein wenig herum,verblfft von dieser absoluten
Žhnlichkeit,als sie jedoch bemerkte,daá unser Gesp„ch wohl
irgendwie von ihr handelte,guckte sie verunsichert herber und
wir lieáen sie in Ruhe.Wir fuhren zurck zur Insel, um dort
relativ schnell mit unserem Abendessen zu beginnen. Erbsen- und
Bohnensuppe mit Wrstchen und Kartoffeln.Wir kochten auf sechs
Flammen (n„mlich sechs Esbittabletten),was eine ziemlich
zeitaufwendige Angelegenheit war.Quasi nebenbei wurde etwas
Obstsalat geschnitten.Wir berlegten uns,daá wahrscheinlich schon
die Suppe viel zu viel werden wrde,aáen deshalb das Obst und die
Nsse schon nebenbei auf.Nicht nur wir aáen diese Dinge,sondern
ein gewisser Teil wurde von einem Pfau verspeiát,den wir
ftterten und der uns teilweise sogar aus der Hand fraá. Die
Suppe war irgendwann fertig,was jedoch nicht daran gemessen
wurde,ob die Erbsen und Bohnen schon durch waren,sondern daran,daá
wir schon zuviel Esbit verbraucht hatten (18 Wrfel).Also fr den
Leser,der jetzt noch nichts ahnt: Die Erbsen und Bohnen waren
noch nicht durch.Es schmeckte zwar ganz gut,aber nach einem
Koschi hatten wir fast alle keinen Appetit mehr.Wir setzten uns
in die Kohte,um noch ein wenig zu spielen und dann zu schlafen.In
dieser Nacht qu„lte mich ein Traum,in dem es um eine schwarze E-
Gitarre ging,die fr nur œ 112 im Schaufenster eines
Musikgesch„ftes hing,und die mir Olaf vor der Nase wegkaufte.Im
Traum versuchte ich noch eine solche zu bekommen,aber es schien
unm”glich.Zum Glck war es ja nur ein Traum.
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Dienstag,06.07.93,Kjell
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Olaf war schon drauáen,als wir gegen neun Uhr aufstanden und ich
Benjamin von meinem Traum erz„hlte (beim Waschen).Er er”ffnete
mir,daá er sich entschieden h„tte,die Vollversion von Prince of
Persia II gleich mitzunehmen,dafr máte er allerdings seine DM
200,- Notgeld anzapfen.Wir frhstckten und bauten
ab.Puzi ging los,um eine S„ge zu organisieren.Als er mit dieser
wieder antrabte,zerlegten Olaf und ich unser Schild,d.h.das
Brett,indem wir es auf die richtige L„nge und Breite
brachten.Daniel ging vor zum Weg um die S„ge wegzubringen,sein
Gep„ck nahm er auch schon mit.Als Olaf dann zum dritten Mal Puzis
Kerze fand und ihn diesmal nicht darauf hinweisen konnte,wie die
beiden Male zuvor,beschloá er,sie zusammen mit dem Mll
liegenzulassen und Daniel nochmal hinunterzuschicken.Als wir oben
waren,begannen wir das Schild aufzuh„ngen.Daniel ging zurck,um
die Kerze und den Mll zu holen.Das Schild sah gut aus,war bei
weitem das protzigste und auch als einziges angebunden
anstatt angenagelt.Wir kauften noch Postkarten,die wir sofort
schrieben,um einen Stempel von Brownsea Island zu bekommen.Dann
ging's auf zur F„hre und nach einer weiteren Inselrundfahrt
erreichten wir das Festland.Dort angekommen strmten wir zum
Slush-Puppie-Stand,aber als wir sahen,daá dort heute jemand
anderes arbeitete,hatten wir doch keine Lust mehr auf Slush-
Puppie,schade eigentlich.Wir gingen weiter zu unserer Stelle vor
dem Tesco.Hier warteten Benjamin und ich auf die Chance einen
Stadtbummel zu machen,um unser (besser: Benjamins) Notgeld zu
tauschen,damit dieser sich Prince II kaufen konnte.Vorher
allerdings kamen wir an einem Musikgesch„ft vorbei,in dessen
Schaufenster eine schwarze E-Gitarre fr œ125,- hing.Ich war
sofort Feuer und Flamme,die richtige šberzeugung fehlte mir
jedoch noch.Ich wollte die DM 200,- Notgeld nicht tauschen,also
ging ich mitÿBenjamin los und nach dem Geldtausch kamen wir mit 2
Videos und dem Computer-Spiel zurck,das wir im Laden beinahe
bersehen h„tten.Die anderen (O.K.,bis auf Olaf [er diktiert es
mir gerade und wnscht es so!!!]) beredeten mich unentwegt und
ich rannte noch ein Dutzend Mal zum Musikladen,um mir die Gitarre
genauer anzusehen.Als ich dann unvorsichtigerweise mit Benjamin
wettete,ich wrde mir die Gitarre kaufen,er bot œ10,- frÿdas
Gegenteil,muáte ich handeln.Ich betrat das Gesch„ft und der
Besitzer sagte,er habe die gleiche Gitarre noch als 2 Monate altes
Ausstellungsstck fr œ 99.Ich sagte sofort ja und lieá mir von
Benjamin œ10 geben, bezahlte also praktisch nur œ89,-,nachdem
auch ich schweren Herzens mein Notgeld getauscht hatte.Ich
verabredete nach einem Spieltest mit dem Verk„ufer,daá er mir
noch eine Tragetasche und das Kabel dazug„be und ich die Klampfe
(OZ Olaf) am n„chsten Tag abholen wrde.Zurck am Platz saáen wir
mit den anderen noch eine Weile herum,bis ein M„dchen (Hanna oder
so) ankam und mich fragte,wie ich hieáe.Nach einigenÿweiteren
Fragen,z.B.nach meinem Alter kam,die wohl entscheidende Frage:"Do
you have a girlfriend at home?" Ich fragte mich:"Moment,
Stopp,was will sie denn jetzt?" und antwortete
vorsichtshalber:"Najaaaaaaa...", sie sagte aber gleich:"A kind
of?",was ich wieder mit: "Najaaaaaaa..." beantwortete.Danach lieá
sie verlauten,daá man in Poole berall verliebte Paare
herumsitzen s„he,die sich kssen,was sie auch an ein paar
Beispielen aus der n„heren Umgebung belegte.Als sie dann
sagte,daá sich hier scheinbar alle Leute kssen,wuáte ich nicht
so recht,was sie mit diesem Gespr„chsthema bezweckte,ich stellte
jedenfalls auf stur undÿlenkte schnell auf ein anderes Thema
um.Nach ein paar Minuten seltsamer Blicke,die ich entweder nicht
verstand oder nicht verstehen wollte,sah sie auf die
Uhr,erschrak,sagte,sie msse zu ihrem Bus und verschwand zu
diesem.Olaf lachte sich ber das Gespr„ch tot,als ich ihm das
erz„hlte,was er nicht verstanden hatte und wir machten uns auf
den Weg zur Bus-Station.Von dort aus suchten Benjamin und ich
irgendwo in der Gegend einen Platz,in der wir anno 1991 gegrillt
hatten und fanden auch einen.Danach gingen wir alle zum Dolphin-
Pool,vor dem wir uns Karten spielend und Chronik schreibend die
Zeit vertrieben.Wir gingen dann nur noch zur Schlafstelle,aáen
den letzten Rest der Suppe,die wir brigens auch zum Frhstck
hatten und legten uns in die Schlafs„cke.Ich schriebÿnoch Chronik
und Benjamin,der die Kerze hielt,verbrannte sich seltsamerweise
die Finger,der Spaten.
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Mittwoch,07.07.93,Kjell
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Der Morgen begann so,wie der Tag vorher aufgeh”rt hatte,mit
Niesen, niesen,noch und n”cher.Ob das wohl damit zusammenhing,daá
wir zwischen zwei Pappelreihen und in einem groáen Grasfeld
lagen,wer weiá das schonÿso genau? Beunruhigend fand ich es
nur,daá auch Benjamin langsam damit begann.Wir packten schnell
ein,luden unser Gep„ck aufÿund an unserer Stelle vor dem Tesco-
Markt wurde gefrhstckt.Ich holte meine Gitarre ab und w„hrend
sich Benjamin fr sein letztes Geld ein McDonalds Big-Breakfast
reinzog,gingen Olaf und ich fr die letzten 3 Tage mit nur 8,-
einkaufen.Wir schafften es,genug zu kaufen und doch wenigerÿals
5,- auszugeben,man muá eben die richtigen Leute ranlassen.Am
Bahnhof warteten wir nur kurz,dann kam auch schon unser Zug nach
London/Waterloo, ber das wir fahren muáten,um nach Dover zu
gelangen (super geniale Streckenfhrung).Wir durften wieder im
Gep„ckwagen sitzen,sangen aber diesmal nicht,sondern die anderen
spielten Karten,w„hrend ich Chronik schrieb (ich war mittlerweile
schon etwas in Zeitnot geraten).Wir hatten einen absolut witzigen
Schaffner,der uns mit Puzis Fotoapparat fotografierte und uns
scheinbar auch sehr lustig fand.Er stempelte auch unsere Karten
nicht ab,was uns hoffen lieá,die "unbenutzen" Karten wieder gegen
Geld eintauschen zu k”nnen.Die Hoffnung wurde jedoch j„h
zerst”rt,als wir umgestiegen waren und der n„chste Schaffner
einen Stempel auf die Karten machte.In Dover angekommen suchten
wir drei Pfadis erst einen Lagerplatz und dann einen
Supermarkt,wir wurden bei beidem fndig.Die letzten 3,- der
Gruppe und auch unser eigenes Geld wurden verbraten,ich kaufte
mir irgendwelches Backwerk,wovon ich heute noch was zu Hause habe
und was sich anfhlt wie ein Schwamm.Zurck bei den W”lfen,die
inzwischen jeder ein Abzeichen von der Bahnpolizei geschenkt
bekommen hatten,brachen wir sofort zu unserem Lagerplatz auf,der
dummerweise aber sehr hoch auf einem Berg lag.Nach dieser
Strapaze machten wir eine groáe Pause,aáen Msli.Danach
bechlossen wir,uns an einer Mauer,die sich im Nachhinein als
ca.10m hoch entpuppen sollte und die Olaf bei einer kleinen
Erkundungstour gefunden hatte,abzuseilen,wozu wir auch
unsere Taue endlich das erste Mal einsetzen konnten.Wir banden
sieÿzuerst an einem Eisenpfahl fest,der bei dem Graben und der
Mauer stand und probierten dann verschiedene Techniken aus,wie wir
uns wohl immer abgeseilt hatten.Alles kam uns aber irgendwie
unsicher vor und so lieáen wir uns immer nur so ein wenig ber
den Abgrund h„ngen.Als ich dann aber die richtige Technik
gefunden hatte und sicher sein konnte, nicht abzurutschen (was ja
sehr wichtig ist,da man bei dieser Technik nicht mehr gesichert
ist,sondern sich selbst am laufenden Tauende h„lt),packte mich
der Ehrgeiz und ich sagte mir: "Du gehst da runter und zwar als
erster!".Als ich dann sah,daá auch Olaf sich vorbereitete,muáte
ich handeln und lieá mich kippen.Da gab es kein Zurck mehr,
denn als ich erst einmal an der Wand hing,muáte ich auch an ihr
heruntergehen.Ich schaffte es ohne gr”áere Zwischenf„lle (Gott
oder wer auch immer sei Dank).Nachdem ich unten angelangt war,
versuchte ich die anderen davon zu berzeugen,daá es ohne
Probleme ging.Olaf warf mir sein Tau hinunter,das pro Meter
einen Knoten hatte und ich konnte zehn Knoten vom Boden bis zum
Wandende abz„hlen.Olaf war die Sache zu unsicher und er lieá sich
an einer doppelten Rettungsschlinge hinab.Als er auf halber H”he
war,zog sich eine Schlinge immer mehr zu und unten angekommen,
hatte sie sich um seinen Hals zugezogen.Er sprach irgendwie mit
gepresster Stimme (haha,sehr witzig),als er sagte:"Los Kjell,
schneid' das Tau durch!!!" Ich hatte aber leider kein Messer
unten und muáte erst den dreien dort oben zurufen,einer solle
mir ein Messer hinunterwerfen,was Benjamin dann auch sofort tat.
Ich befreite Olaf und machte mich dann daran,auch Benjamin
davon zu berzeugen in meiner Technik herunterzukommen.Er
brauchte ungef„hr zehn Minuten (fr jeden Meter eine),so kam auch er
hinunter.Jens war auáen herumgelaufen,Puzi beschloá zurck zu
unseren Sachen zu gehen.Wir erkundeten die Burg,aber ein
Versuch,die andere Seite zu erklimmen,scheiterte an unseren
Bedenken,da st„ndige Aufpasser um die Burg "patroulierten".Wir
folgten Puzi also zurck zum Lager,wo nach einer Weile die Nacht
fr uns begann.
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Donnerstag,8.7.93,Kjell
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Ich wachte ein paar Mal auf,dachte mir jedes Mal,was solls,wir
mssen den Tag sowieso irgendwie ber die Runden bekommen und
legte mich auf die andere Seite.Als Olaf dann aber sagte,um
viertel nach zehn g„be es Frhstck,standen auch Benjamin und
ich auf.Es gab nochmals Msli und als wir es unten hatten,
packten wir unser Zeug und machten uns an den Abstieg.Am Bahnhof
angelangt,warteten wir nicht lange,sondern stiegen in den
zweiten Bus,nicht in den ersten,da Jens Wasser holte.Wir
fuhren im Stehen zum P&O European Ferries Anleger,bei dem wir
als erstes nach der Stelle suchten,bei der der letzte Teil
unserer Reise losgehen sollte.Nach einigen Schwierigkeiten und
einigem Hin- und Herlaufen fanden wir die richtige Stelle,von
einigen verspottet,von anderen bemitleidet,als wir ihnen
erz„hlten,daá wir fast neun Stunden auf unseren Bus warten
muáten.Einer schlug sogar ein Kreuz.Diese anscheinend endlos
lange Warterei vertrieben wir uns durch Kartenspielen bzw.
Chronik schreiben.Gegen halb neun kam unser Bus an,in den wir
nur kurzzeitig einsteigen konnten.Vor der šberfahrt ans Festland
wurden wir noch in einen anderen Bus gelotst,in den nach
Braunschweig.Hierbei wuáte anscheinend keiner (auch die anderen
Fahrg„ste),wohin er muáte,ein heilloses Durcheinander.Auf der
F„hre wurde gegessen und zurck im Bus schliefen wir bald ein.
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Freitag,9.7.93,Kjell
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Um zirka zwei Uhr wachte ich auf,sah aus dem Fenster und muáte
mich erst einmal orientieren.Ich sah direkt einen Meter vor mir
eine Betonwand.Etwas sp„ter bemerkte ich,daá wir gerade tankten
und der Bus war nun mal so hoch wie die Wand,die ich vor mir sah.
Ich schlief wieder so bis halb sechs ein.Als ich erwachte war
Benjamin schon wach.Der Rest der Busfahrt verlief mehr lang-
anstatt kurzweilig bzw.langsam.Um halb acht stoppten wir fr
die einzige Pause auf dieser Fahrt,die Frhstckspause,die wir
aber auch zum Anrufen und Auf's-Klo-gehen nutzten.Wir fuhren
weiter und erreichten unseren langersehnten Heimathafen:
BRAUNSCHWEIG.
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Nachwort
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Obwohl es auf dieser Fahrt,Schottland 1993,sicherlich nicht nur
positive,sondern auch negative Aspekte gab,berwogen doch auf
jeden Fall die positiven.Darum habe ich mich im Hinblick auf die
Nachwelt und besonders im Hinblick auf die Tatsache,daá man sich
l„ngerfristig im Nachhinein meist nur an die positiven erinnert,
bemht,allen auf dieser Fahrt eine gute Seite abzugewinnen und
diese dann in der Chronik auch gengend darzulegen.Ich hoffe es
ist mir gelungen; es soll keinerlei Sch”nf„rberei sein,denn
jeder,der schon einmal auf Fahrt,insbesondere auf Groáfahrt,
war,weiá,daá es gelegentlich auch mal Streit gibt.Abschlieáend
kann ich sagen,es war eine Fahrt,die ich jederzeit wieder
machen wrde und eine Leistung unserer Fahrtenmannschaft,auf die
wir stolz sein k”nnen.In diesem Sinne verabschiede ich mich als
Chronist von der Schottlandfahrt '93 mit einem
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Gut Pfad