Schwedenfahrt
21.7.-12.8.1994
Sippe Rohrweihe
Puzi, Luchs, Thomas
1.Fahrtentag
Donnerstag, 21.7.94
Wir trafen uns um 11.30 Uhr am Bahnhof Gifhorn Stadt um unsere
Reise in Richtung Trelleborg anzutreten. Gegen 12.00 Uhr fuhr
unser Zug, schon zwischen Gifhorn und Uelzen mußte ich erste
Reparaturen an meiner Kulturtasche machen. Als wir in Uelzen
angekommen waren stellten wir fest, daß eine Stunde eher noch
ein anderer Zug fahren wurde also kamen entschlossen wir uns
diesen zu nehmen. Daraufhin kamen wir eher in Lübeck an als
geplant, und da wir nur unseren alten Anschlußzug nehmen
konnten hatten wir 1 1/2 Stunden Aufenthalt. Von dort aus ging
es weiter nach Stralsund und von da aus nach Sassnitz, um von
da aus mit der Fahre nach Trelleborg überzusetzen. Bei der
Kontrolle unserer Zugverbindungen unserer Rückfahrt Stellten
wir fest, daß wir in Lübeck sieben Stunden Aufenthalt haben
wurden. Unsre Überlegung war uns von dort aus abholen zu lassen
oder eine Nacht auf dem Bahnhof zu verbringen.
2.Fahrtentag
Freitag, 22.7.94
In Trelleborg angekommen kamen wir recht zugig weiter nach
Malmo. Hier mußten wir allerdings drei Stunden auf unseren
Anschlußzug nach Stockholm warten. Von 9.15 Uhr bis 15.45 Uhr
brauchten wir bis nach dort. In Stockholm hatten wir genug Zeit
vier topographische Karten, etwas Pappbrot, Wurst, Käse und
Margarine zu kaufen. Wieder am Bahnhof angelangt merkten wir,
daß uns nur noch wenige Minuten Zeit blieben um zu unserem
Gleis und zu unserem Waggon zu kommen. Wir schafften es. Mit
diesem Zug fuhren wir nach Borlange von da aus mit dem Bus
weiter nach Mora. Wir suchten von 21.50 Uhr bis 22.30 Uhr einen
Lagerplatz. Dann bauten wir eine Lok auf und ärgerten uns
tierisch über die Mücken. Sind morgen früh immer noch so viele
da, muß etwas passieren. Wir aßen etwas und gingen um 23.00 Uhr
schlafen.
3.Fahrtentag
Samstag, 23.7.94
Um 9.00 Uhr wachten wir auf und wuschen uns in Siljansee,
anschließend verzehrten wir daß in Stockholm gekaufte Essen.
Unsere Margarine war übrigens eine ziemlich oder Schmierkäse.
Danach machten wir uns daran unseren ersten richtigen Tag in
Schweden zu beginnen. Bald beschlossen wir ein kurzes Stuck
Quer-Wald-Ein zu gehen um etwas abzukürzen. Diese Aktion führte
dazu, daß wir an der Stelle wieder raus kamen, wo wir am Vortag
in den Wald gekommen waren. Wir holten wieder am selben Haus
Wasser wie am Vortag und machten eine Pause. Danach ging es
weiter nach Vinas, dort machten wir an einer Straßengabelung
unsre zweite Pause. Von den Leuten bei denen ich Wasser holte
bekamen wir jeder zwei Kugeln Eis (Vanille und eine grün,
schwarze Sorte). Einige Kilometer später kamen wir über eine
Brücke auf eine große Insel. Eigentlich war geplant uns dort
einen Platz für die Nacht zu suchen also nahmen wir einen Weg
in Richtung Küste, leider wurden wir von diesem angeblichen
Privatweg auf einen anderen Weg verwiesen. Also gingen wir
weiter. An diesem Tag wurden es noch einige Kilometer, und bis
wir an unserem endgültigem Lagerplatz angelangten hatten wir
noch ein oder zwei andere im Blick aus denen leider nichts
wurde. Nachdem wir eine Lok aufgebaut hatten gingen wir, mit
unserem Waschzeug bewaffnet, in den Ort durch den wir am
nächsten Tag durchkommen wollten, um dort nach einem Laden und
seinen Öffnungszeiten zu sehen. Auf dem Hin- und Rückweg gingen
wir baden. Außerdem trafen auf unseren Rückweg einen ehemaligen
DPSG-Menschen und unterhielten uns eine Weile mit ihm. Als wir
zurück waren haben wir gegessen, und sind dann schlafen
gegangen.
4.Fahrtentag
Sonntag, 24.7.94
Wieder sind wir um 9.00 Uhr aufgestanden, haben etwas gegessen
und dann abgebaut. Anschließend pflückten wir etwa 300ml der
wirklich sehr zahlreich vertretenen Blaubeeren, um daraus
später Marmelade zu kochen.Danach brachen wir auf nach Gesunda.
Unterwegs hielten wir noch einmal an der Stelle, an der wir am
Vortag den DPSG-Menschen getroffen hatten, um unser
morgendliches Bad zu nehmen. Von 12.00 bis 16.00 Uhr haben wir
uns vor dem Laden dort aufgehalten, und eine Zweiliterpackung
Eis, 500g Zucker für Marmelade und Müsli und eine -
(Angelerlaubnis für eine Woche) gekauft. Außerdem kaufte sich
Daniel zwei und Olaf sieben Postkarten. Zitat Olaf:"Dieses
Schreiben geht ganz schon ins Geld." An jenem Tag war unser Weg
nicht mehr sehr weit, nur noch bis zu einem Badeplatz ungefähr
einen Kilometer hinter dem Ort. Dort angekommen bauten wir uns
sofort Angeln. Doch bevor wir diese ausprobieren konnten
machten wir uns auf die Jagt nach Würmern Käfern, und Spinnen.
Mit dem was wir gefangen hatten versuchten wir dann unser
Glück. Leider war das Glück gerade nicht anwesend. Also
begnügten wir uns an diesem Abend mit einem kleinen Rest Müsli
und Brühe mit Speck. Nebenbei kochten wir unsere Marmelade und
backten uns Brot fürs Frühstück. Danach sangen wir noch ein
bißchen, Daniel und ich lagen schon im Schlafsack, und
schliefen dann, in unseren Kröten ein.
5.Fahrtentag
Montag, 25.7.94
Daniel und ich wurden kurz nach neun von Olaf, der schon
gewaschen und angezogen war, geweckt. Nachdem auch wir
gewaschen und angezogen waren frühstückten wir, und zwar unser
Brot und Marmelade. Leider wurde sie nicht leer. Pech für Olaf,
denn sie befand sich in seinem Koschi. Nachdem Frühstück bauten
wir ab und packten unsere Affen. Wir hatten bemerkt, daß nicht
weit von unserem Lagerplatz ein Fluß eingezeichnet war, und da
wir daran vorbei kamen beschlossen wir dort noch einmal nach
Fischen Ausschau zu halten. Dort angekommen mußten wir erst
einmal eine steile Böschung runter um ans Wasser zu gelangen.
Eine holprige Sache. Ein schöner Fluß aber weit und breit keine
Fische. Ich beschloß zu der Stelle zu gehen an derder Fluß in
den Siljansee fließt, also ging ich los. Ich ging und ging und
ging, aber bis zu meinem Ziel kam ich nicht. Da ging ich wieder
zurück. Daniel, der von Olaf geschickt wurde mich zu holen, kam
mir schon entgegen. Nachdem wir uns auch etwas bei Olaf
ausgeruht hatten, wollten Daniel und ich einmal Nachsehen was
sich hinter dem Wehr befindet. Wir kraxelten flußaufwärts und
über das Wehr hinweg. Da hinter befand sich ein etwas größerer
Teich. Wir überlegten uns ob Olaf etwas dagegen hatte hier noch
einmal die Angel Auszuwerfen, doch es bedarf einiger Überredung
bis wir Olaf sonntag, weit hatten. Nachdem wir wieder keinen
Erfolg gehabt hatten gingen wir weiter Bald führte uns unser
Weg von der Straße runter in Richtung Siljansee. Auf diesem weg
wanderten wir noch eine ganz schon lange Weile. Bei dem ersten
Haus daß wir sahen sollte Daniel Wasser holen, doch kam ohne
wieder. Also versuchte Olaf sein Glück, doch er hatte auch kein
Wasser. Was ist da zu tun? Weitergehen. Ursprünglich wollten
wir noch bis zum Ende des Weges gehen, aber da unsere Karten von
vor zehn Jahren waren dachten wir, daß der Weg vielleicht
mittlerweile durchgehend ist. Allerdings hatten wir ein wenig
die Orientierung verloren hatten, hatten wir auch keine Lust
das herauszufinden. Also holte ich noch einmal Wasser und dann
suchten wir uns einen Lagerplatz. Endlich angekommen. Fünfzig
Meter links von uns: Ein Bootshaus. Fünfzig Meter rechts von
uns: Das gleiche. Was soll es. Wir bauten uns einen Steinofen
um wieder Brot zu backen. Wir legten einige Kekse, als Ersatz
für die Margarine, auf die Steinplatte und dann den Teig
darauf. Den einzigen Nachteil der uns Auffiel war, daß die
Flammen unser Brot an der Seite verkohlten. "Das nächste mal
Stellen wir kleine Steinplatten rund um das Brot", sagte Olaf.
Nachdem das Brot fertig war setzten wir uns hin um zu essen, es
gab: Unser frisch gebackenes Brot, Käse und Marmelade. Zu
trinken wie immer Movie`s. Danach gingen wir alle noch mal
baden, und dann kümmerten wir uns darum unseren Schlafplatz von
den größten Steinen, die dort am Strand herumlagen, zu
befreien. Nun legten wir dort Ponchos und Kothenbahnen aus, und
legten uns schlafen.
6.Fahrtentag
Dienstag, 26.7.94
Wiedermal sind wir um 9.00 Uhr aufgestanden, und von unseren
harten Betten direkt ins Wasser. Anschließend hatten wir zum
Frühstück Müsli mit Milchpulver. Dann packten wir unsere Sachen
zusammen und gingen los. Nach wenigen Minuten erreichten wir
das Ende des Weges, welches wir eigentlich schon am Vorabend
erreichen wollten. Dort merkten wir, daß dieser Platz einen
bestimmt sehr bequemen Sandstrand einschloß, diese Feststellung
ließ uns an die letzte Nacht zurückdenken. Da der Weg ja nun zu
ende war gingen wir direkt am Strand lang. Als wir schon eine
ganze Weile gegangen waren sahen wir etwas weiter im Wasser
einen Felsen, und wir überlegten uns ob man von diesem Felsen
ins Wasser springen konnte. Aber um dieses rauszufinden gab es
nur einen Weg. Also ab ins Wasser. Auf dem Weg da hin mußten
wir über verdammt glitschige Steine, wie es sie überall im See
gab. Bei dem Felsen angekommen versuchten wir erst einmal
heraufzukommen, schließlich war auch dieser ziemlich glitschig.
Als wir uns endlich auf dem Felsen befanden entdeckten wir eine
Steinfreie Schneise, welche man gut zum reinspringen nutzen
konnte. Nachdem wir uns ausgetobt hatten stolperten wir wieder
zum Strand zurück. Olaf, der etwas schneller war als wir,
rutschte dabei aus und fiel recht kräftig auf seinen A......
Wieder bei unseren Sachen angekommen trockneten wir uns ab,
zogen uns an, schnappten uns unsere Sachen und gingen weiter.
Bald darauf führte ein Weg parallel zum Strand an dem einige
Holzhäusern, die noch im Bau waren, lagen. Wir hofften dort
irgendwo etwas Trinkwasser zu bekommen, und wir trafen auch
einen älteren Herren welcher uns etwas von einem Brunnen in der
Nahe erzählte. Wir suchten den Brunnen fanden ihn aber nicht.
Wir gingen den Weg weiter bis zu einer Rechtskurve, wo wir
nochmals nach Wasser fragten. Ohne Erfolg. Also gingen wir
weiter. Als wir an eine Abbiegung nach links kamen, bogen wir
dort ab. Leider war dieser Weg bald zu ende, also entschlossen
wir uns quer durch die Botanik zu gehen und sonntag, wieder auf
eine größere Straße zu gelangen, und dann zu einem Ort zu
kommen. Wir hofften alle dort einen Laden zu finden. Als wir
den Horrortrip in Richtung Straße bestanden hatten machten wir
erst einmal eine Pause. Bei unserem erneuten Aufbruch stellten
Olaf an seiner Gitarre, und Daniel an seinem Affen kleine nicht
sonntag, günstige Veränderungen fest, sonntag, mußte Daniel erst
einmal seinen Affen auspacken und ihn reparieren. In der
Zwischenzeit hielt ein schwedisches Ehepaar an, und erkundigte
sich ob wir Hilfe brauchten doch Olaf lehnte dankbar ab. dann
ging es im Eiltempo weiter bis zum Ort. Zuerst fanden wir dort
nur drei leere Häuser mit einer Pumpe vor, an der wir uns
erstenmal abkühlten. Im Ort angekommen fragten wir nach einem
Laden, doch leider gab es keinen. Also holten wir Wasser und
machten erstmal eine ausgedehnte Pause. In der Zeit reparierte
Olaf seine Gitarre und ich schlief ein bißchen. Danach gingen
wir auf der Straße weiter und irgendwann von der Straße auf
einen Nebenweg der an einer alten Mühle vorbeiführte. Dort
wuchsen Mengen von Johannisbeeren an denen wir uns erstenmal
sattaßen. Noch einige hundert Meter und wir waren an einer
kleinen Bucht in der wir für die Nacht auch bleiben wollten.
Als wir unser wohlverdientes Bad nahmen Stellten wir fest, daß
man einige hundert Meter gehen müßte um in knietiefes Wasser zu
kommen, aber wenigstens gab es dort einen Sandstrand. Olaf
machte sich auf Wasser zu holen und Daniel baute den Ofen, ich
leistete ihm dabei seelische Unterstützung. Als Olaf wieder da
war backten wir Brot für unser Frühstück und kochten uns Brühe
und Speck fürs Abendbrot. Anschließend gingen Daniel und ich
noch einmal ins Wasser und dann in unsere Schlafsäcke.
7.Fahrtentag
Mittwoch, 27.7.94
Nachdem wir eine Nacht voller Mücken bestanden hatten, standen
wir gegen halb zehn auf, und machten erst einmal einen kleinen
Spaziergang, um in etwas tieferes Wasser zu kommen. Wieder am
Schlafplatz angekommen zogen wir uns an und frühstückten.
Nachdem wir fertig waren mit frühstücken und packen machten wir
uns auf den Weg. Den Weg den wir nahmen konnte man allerdings
nur erahnen, denn wir stolperten über Baumstämme und
Blaubeerebüsche. Als wir nach einiger Zeit auf einen relativ
großen Weg kamen sahen wir eine Stromleitung und nahmen an, daß
sie nach Olsnas führte und beschlossen ihr zu folgen. Wir
folgten den Stromleitungen schon eine ganze Weile, als Olaf auf
einmal ganz erschrocken stehen blieb. Doch noch bevor ich
fragen konnte was los sei, sah ich einen Fuchs, der sich
verschreckt aus dem Staub macht, weil Olaf fast auf ihn drauf
getreten war. Nachdem wir uns von dem Schreck erholt hatten
gingen wir weiter, Hügel rauf und Hügel runter. Nach einiger
Zeit stießen wir erneut auf einen Weg. Wir folgten ihm und er
führte uns direkt in den Ort. Beim ersten Haus holten wir
Wasser, welches wir auch dringend nötig hatten. Nachdem wir
jetzt auch erfahren hatten, daß es in Olsnas einen Laden gäbe
überlegten wir uns ob ihn nicht einen Besuch abstatten sollten.
Doch da dieser nicht auf unserem Weg lag wurde leider nichts
daraus, und wir mußten bis Siljansnas ausharren. Nach einigen
Kilometern hatten wir dann auch Siljansnas erreicht und machten
und ersteinmal vor einem Supermarkt breit. Für die Gruppe
kauften wir dort wiedermal zwei Liter Eis, Erdbeer und Vanille,
und kleine Waffeln. Als wir dann nach einiger Zeit weiter
gingen, und auch schon ein ganze Zeit gegangen waren, kamen wir
an einen Badeplatz mit Zeltplatz. An dem Olaf aber nicht
bleiben Wollte. Also badeten wir dort nur und gingen weiter.
Auf dem Weg zu unserem Ziel, einer Brücke, Wurden wir von einem
schwedischen Mädchen in Olaf`s Alter angesprochen, ob wir den
Nicht etwas trinken wollten. Wir nahmen dankbar an. Wir
unterhielten uns mit der Familie und sie fragten uns ob wir
schon im Naturum, ein Museum mit dem Thema Siljansee und
Entstehung, und als wir mit nein antworteten, boten sie uns an
mit uns dort hin zu fahren. Als wir aus dem wirklich
interessanten Museum zurück waren hatte uns die Mutter einen
ganzen Beutel mit Keksen und geschmierten Brötchen gepackt, für
den wir uns mit einem Lied bedankten. Als wir dann auf dem
Parklatz an der Brücke angelangt waren verzehrten wir unser
eben erstandenes Essen und suchten uns einen Schlafplatz.
Nachdem wir den endlich gefunden hatten hauten wir uns gleich
hin.
8.Fahrtentag
Donnerstag 28.7.94
Es war wiedermal 9.00 Uhr als wir aufstanden, und wir wußten
alle, daß der heute eigentlich sehr kurze Weg doch sehr lang
werden wurde. den wir mußten um nach Leksand zu kommen einen
Umweg, um eine Bucht, von ca. zehn Kilometern machen. Insgesamt
mußten wir an diesem Tag über drei Brücken. Vor der ersten
Brücke hatten wir ja schon geschlafen, also ließen wir sie bald
hinter uns. Bis zur zweiten Brücke waren es allerdings noch
einige Kilometer, welche wir aber ohne besondere Vorkommnisse
bewältigten. An der zweiten Brücke angekommen machten wir erst
einmal eine verdiente Pause. Nach der Pause legten wir noch die
restlichen vier bis fünf Kilometer zurück und machten beim
ersten Supermarkt halt. Zu unserem Glück war dieser Supermarkt
in einen Baumarkt und einen Lebensmittelmarkt aufgeteilt, denn
wir mußten dringend meinen Affen reparieren. Also gingen Olaf
und ich zuerst in den Laden und versuchten etwas passendes zu
finden. Wir entschlossen uns für ein Stuck Metall, welches uns
ungefähr dreißig Kronen kostete. Gekauft haben wir Eis, Brot,
Marmelade, Wurst und Milch. Nachdem wir uns gestärkt und
festgestellt hatten, daß die Schweden ihre Autos sonntag, gut
wie nie abschließen, machten wir uns sonntag, langsam wieder
auf den Weg. Da wir mittlerweile festgestellt hatten, daß es in
Leksand einen Freizeitpark gab und dieser genau auf unserem Weg
lag überlegten wir uns ob wir nicht einen Ruhetag einlegen
sollten um diesen zu besuchen. Als wir dann endlich den Weg zum
Zeltplatz, welcher direkt neben dem Freizeitpark lag, gefunden
hatten führte uns unser Weg zuerst ans Wasser. Nachdem wir und
dort etwas ausgeruht hatten mußten wir erst an dem wirklich
nicht gerade kleinen Zeltplatz vorbei um zum Freizeitpark zu
kommen. Dort angekommen erkundigten wir uns nach den
Eintrittspreisen und verschafften uns einen ersten Eindruck des
Parkes. Anschließend gingen wir zurück auf die Straße und
wanderten an dem riesigen Freizeitpark entlang. Beim ersten Weg
in Richtung Wasser trennten wir uns von Daniel, denn er wollte
bei Häusern in der Nahe Wasser holen und uns dann am Lagerplatz
treffen. In dieser Nacht übernachteten wir in einem Betonklotz
ohne Dach, welcher uns aber ganz gut von dem höchstens dreißig
Meter entfernten Haus schützte. An diesem Abend wuschen wir
noch unsere Sachen, für unseren eventuellen, morgigen Ausflug,
aßen etwas und gingen dann schlafen.
9.Fahrtentag
Freitag, 29.7.94
Als wir an diesem Morgen aufwachten sah der Himmel nicht sehr
gut aus, und Daniel und ich versuchten Olaf davon zu überzeugen
einen Ruhetag einzulegen, um den Freizeitpark zu besuchen. Doch
unsere Versuche scheiterten. Als es dann aber widererwartend
anfing zu regnen, bauten wir uns schnell einen unterstand aus
einer Kothenbahn. Nachdem es wieder aufhörte zu regnen packten
wir schnell unsere restlichen Sachen zusammen und wanderten
los. Nach einiger Zeit fing es wieder fürchterlich an zu regnen
und wir suchten unter einem Baum Schutz. Doch leider half das
nicht alt sonntag, viel, sodas wir noch eine Kothenbahn als
Schutz dazu nahmen. Doch nach etwa einer viertel Stunde horte
es wieder auf zu regnen und wir gingen weiter. Ab jetzt hatten
wir etwas mehr Glück mit dem Wetter und auch mit den Fruchten.
Denn wir fanden am Straßenrand einen halben Wald aus
Himbeersträuchern, und wir pflückten uns einige zum gleich
essen und einige für später. Nach einiger Zeit kamen wir in
einen Ort in dem wir aber nur einen Kiosk gefunden hatte, da
dieser aber ziemlich teuer war fragten wir ob es nicht noch
eine andere Möglichkeit gäbe einzukaufen, doch wir erhielten
als Antwort ein Nein. Daraufhin versuchten wir unser Glück im
nächsten Ort. Dort sagte man uns, daß der nächste Laden im dem
Ort ist aus welchem wir gerade kamen. Als Olaf vom Wasserholen
wiederkam berichtete er uns daß ein deutscher man ihm angeboten
hat ihn dort hin zu fahren. Doch Olaf lehnte wiedermal dankbar
ab. Sonntag, nahmen wir unseren Weg wieder auf und suchten uns
nicht weit hinter dem Ort am Wasser einen Lagerplatz. Wir
bauten zwei Kröten und einen Ofen auf. Als wir gerade dabei
waren Brot für das Frühstück zu backen und unsere Brühe mit
Nudeln fürs Abendbrot zu kochen fing es an wie aus Eimern zu
schütten. Hatten wir versucht unsere Jujas aus den Kröten zu
holen waren wir noch bevor wir sie angehabt hatten bis auf die
Unterhose durchnäßt gewesen. Also blieben wir einfach stehen
und beobachteten die Wachsenden Wellen Als unser Essen fertig
war, und es auch aufgehört hatte zu regnen aßen wir Abendbrot
und noch einige Himbeeren. Als das Brot auch fertig war putzten
wir uns noch die Zähne und gingen ins Bett.
10.Fahrtentag
Samstag, 30.7.94
Heute standen wir schon etwas früher als sonst auf. Und wir
begannen den Tag damit uns zu waschen und zu frühstücken.
Nachdem wir dann die Kröten abgebaut und unsere Sachen gepackt
hatten gingen wir los in Richtung Rattvik. Wir gingen eine
Weile bis wir auf eine große Straße kamen auf der zu unserem
Glück einen Radweg gab, welcher allerdings nur durch einen
weißen Strick von der "Bundesstraße" abgetrennt war. Aber wir
ließen uns von den vielen Lastwagen die dort fuhren nicht
beeindrucken. Bald führte der Radweg, von der Straße runter,
durch einen Ort, und führte nach her wieder auf die Straße. Als
wir dann schließlich und endlich in Rattvik angekommen waren
machten wir erst einmal vor einem großen Supermarkt eine pause.
Dort stärkten wir und mit Brot, Wurst, Marmelade und Milch. Als
wir dort schon einige Zeit verbracht hatten kamen wir auf die
Idee ein Wetttrinken zu veranstalten, da wir uns jeder eine
,von der Gruppenkasse bezahlte, 1,5 Lieter-Flasche
Zitronenlimonade besorgt hatten. Nach diesem unserem Spielchen
suchte wir uns erst einmal eine Toilette. Nachdem wir uns
wieder erholt hatten ging es weiter. Wir kamen noch am Bahnhof
und an einer Tankstelle, bei der wir nach dem Weg fragten,
vorbei, bevor wir aus dem Ort raus waren. Bevor wir zu unserem
Lagerplatz kamen mußten wir noch durch einige kleine, lang
gezogene Orte. In einem dieser Orte machten wir eine kurze
Pause. Als wir dann an unserem Lagerplatz waren und das erste
mal ins Wasser gingen, stellten wir fest das nach etwa fünf
Metern das Wasser sonntag, dunkel war, daß man denken konnte es
ginge hundert Meter in die Tiefe. Na gut sonntag, viel zum
Platz. An Abend machten wir es uns an einer alten Feuerstelle
auf den Felsen gemütlich und nutzten die Zeit um zu essen und zu
singen. Nach einigen Stunden machten wir und dann fertig für
den Schlafsack.
11.Fahrtentag
Samstag, 31.7.94
Als ich am Morgen geweckt wurde hatten sich Olaf und Daniel
schon gewaschen, und waren gerade dabei das Frühstück
vorzubereiten. Da ich mich ja nun noch waschen und meine Hose
nahen mußte, sangen die Beiden noch ein paar Lieder. Nachdem
wir fertig waren mit dem Frühstück, packten wir unsere Sachen.
Doch bevor wir uns auf den Weg machten, räumten wir dort noch
ein bißchen auf. Wie auch gestern tauchten auch heute Morgen
schon Leute auf, um dort zu schwimmen. Anschließend ging es
weiter nach Vik- wo wir eine Pause einlegten. Wir kauften uns,
wie fast jeden Tag, Eis, etwas zu Essen, einen Liter Saft und
für jeden zwei Nektarinen. Nach dieser nährreichen Pause
wanderten wir weiter nach Stumsnas. Wir kamen zu einer
Weggabelung in der Nahe des Ufers. Dort badeten wir und Olaf
und Daniel versorgten ihre Blasen, von denen ich bei mir nichts
bemerkte. Dann gingen wir zu einem leerstehenden Haus bei dem
sich auch eine Feuerstelle befand und machten uns dort Erbwurst
mit Speck. Im Laufe des Abends bekamen wir noch Besuch von
einem älteren Herrn, welcher uns, wie Olaf meinte, von Früher
erzählte, als er noch Pfadfinder war. Wir verzehrten noch
Daniels Chips, putzten uns die Zähne und gingen ins Bett.
12.Fahrtentag
Sonntag, 1.8.94
Am Morgen standen wir alle zusammen auf und gingen uns waschen.
Zum Frühstück aßen wir nicht wie geplant die restliche
Erbswurst sondern Müsli mit gelungener Milch. Nach dem
Frühstück wuschen wir unser Eßzeug ab, packten unsere Sachen
und los gings. Es war an diesem Tag sehr heiß, und die Sonne
knallte uns auf die Hinterkopfe. Nach ca. 34 Minuten
erreichten wir Garsas, es war jetzt 14.00 Uhr. Wir blieben dort
bis 17.00 Uhr In dieser Zeit verspeisten wir 1,5l Trinken, 1l
Milch, 2l Eis ,wie immer drei verschiedene Sorten und 1l
Trinkjoghurt. Als wir fertig mit essen waren und auch schon
etwas verdaut hatten wanderten wir weiter. Am Lagerplatz
angekommen stellten wir fest, daß Daniel seinen Affen am
Supermarkt vergessen hatte. War nur ein Scherz. Wir hatten
festgestellt, daß wir am heutigen Tage wahrscheinlich über
zwanzig Kilometer gegangen sein mußten. Es war damit die
längste Tagesstrecke unserer Fahrt. Der auf dem Platz an dem
wir waren lag direkt neben einem der vielen Bootshäuser die es
in der Gegend gibt. Von dem dazugehörigen Steg hatte man gut
ins Wasser springen können, wenn dieses nicht sonntag, flach
gewesen wäre. Beim Baden kam es zu einigen kleineren
Streitigkeiten zwischen uns welche aber mit nassen Handtüchern
endeten. Als Olaf und Daniel dann wiedermal ihre Blasen
versorgt und ich auch endlich angezogen war machten wir uns
gemeinsam daran ein Feuer zu machen. als wir mitten in den
Vorbereitungen dafür steckten, bekamen wir Besuch von einem
Mann welcher uns sagte, daß wir hier zwar für die Nacht
bleiben, aber hier kein Feuer machen, durften. Er verwies uns
mit der Feuerstelle auf die zum Wasser hin gelegene Wand einer
kleinen, selbstgebauten Bucht, Naturlich nahmen wir dieses
Angebot dankbar an. Da wir uns vorgenommen hatten, das Brot in
einem Erdofen zu backen machten wir erst einmal ein großes
Feuer, um die Steine rings herum zu erhitzen und unsere
Erbswurst mit Speck für das Abendbrot zu kochen. Anschlie3en
packten wir das Brot in Alufolie ein, dann holten wir Sand
herbei und vergruben das Brot unter Glud und Sand. Danach
speisten wir zu abend. Jetzt aber in die Schlafsäcke.
13.Fahrtentag
Dienstag, 2.8.94
Es war wiedermal eine Nacht voller Mücken. Als wir zur
gewohnten aufgestanden waren sprangen wir erst mal in den
Siljansee. Während ich noch dabei war mich anzuziehen gruben
Daniel und Olaf das Brot aus. Leider ist das Brot nicht sonntag,
gelungen wie wir es uns erhofft hatten, aber was sollten wir
tun, es war nun einmal unser Frühstück. Wir spekulierten darauf
das wir die Steine nicht genug erhitzt hatten und das Brot
deshalb nicht ganz durch gebacken war. Aber wenigstens hatten
wir keine verbrannten Stellen wie sonst. Als wir fertig mit
frühstücken sorgten wir dafür, daß der nette Mann vom vorigen
Abend keinen Grund finden wurde sich über uns aufzuregen. Dann
brachen wir auf. Vor einem Laden in Nusnas machten wir eine
Pause, dort konnten wir uns wiedermal Eis und Joghurt. Nachdem
wir uns genug ausgeruht hatten gingen wir weiter in Richtung
Badjel einem Ort direkt vor Mora. Da auf der Karte ein
Badeplatz eingezeichnet war dachten wir, daß wir dort für die
Nacht bleiben konnten. Doch als wir dort ankamen gab es dort
nur eine Straße wo sich vereinzelt kleine Schrottplatze
angesammelt hatten. und weil etwa zweihundert Meter von uns
entfernt eine Sägewerk war und im Wasser Autoreifen,
Betonklötze und Baumstämme lagen zögerten wir erst dort zu
baden. Doch dann entschlossen Daniel und ich uns doch ins
Wasser zu gehen. Aber Olaf dem seine Blasen Kummer bereiteten
zog es vor heute mal nicht zu baden. Da die Wellen dort etwas
hoher waren als sonst und wir auch einen Tennisball hatten,
hatten wir viel Spaß. Als wir wieder aus dem Wasser heraus
kamen bauten wir uns Kröten auf und bereiteten das Abendbrot,
Nudeln mit Käsesoße, welche aus Hühnerbrühe und Käse bereitet
war. Außerdem aßen wir noch etwas Brot das am Morgen über
geblieben war. An diesem Abend Kam noch ein Boot welches vor
unserem Lagerplatz kreiste es sah aus als wenn es ein
Polizeiboot gewesen wäre, doch als sie wieder verschwunden war
hatten wir es auch bald vergessen und gingen auch bald ins Bett.
14.Fahrtentag
Mittwoch, 3.8.94
Heute haben wir bis 10:00 Uhr geschlafen und wir merkten, daß
es in der geregnet hatte. Als wir uns dann nach einiger Zeit
aufgerafft hatten gab es zum Frühstück Müsli. Nachdem wir
ausgiebig gefrühstückt hatten und fertig waren mit packen
machten wir uns auf den Weg nach Mora. Auf dem Weg dort hin
kamen am mehreren riesigen Supermärkten vorbei und wir kauften
auch gleich beim ersten etwas Trinkjoghurt und eine Art Fanta
mit Ananasgeschmack, die viertel Melone hat uns gut geschmeckt.
Als wir die Sachen verstaut hatten gingen wir weiter bis nach
Mora rein. Bei einem Denkmal, welches sich der "Vasaläufer"
nennt machten wir halt und leerten dort unsere komische Fanta,
bei der man die pure Chemie schmeckte. Da wir nun alle unsere
durchwandert hatten, und das Gebiet ,welches wir noch vor uns
hatten nicht auf unseren Karten drauf war, ging Olaf in die
Fußgängerzone um noch eine Karte zu kaufen. Als er wiederkam
war Daniel gerade unterwegs. Er hatte in einem Geschäft in der
Nahe ein Messer gesehen, welches er sich schließlich auch
kaufte. Nachdem wir ein Paar runden "Arschloch" gespielt hatten
brachen wir wieder auf in Richtung Krakberg. Auf dieser Strecke
fingen Olaf und ich an ein neues Computerspiel zu erdenken.
Hinter Krakberg machten wir dann endgültig halt. Das war wieder
sonntag, flach, daß wir nicht einmal in knietiefes Wasser
kamen. An diesem Abend wusch Olaf seine Wasche zum dritten mal.
Währenddessen schrieb ich alles auf was wir uns bis dort, für
unser Spiel, ausgedacht hatten. Das ging eigentlich den ganzen
Abend sonntag, weiter bis wir dann unser Essen kochten. Es gab
wieder Nudeln mit Käsesoße. Sehr lecker. Unseren weiteren Abend
verbrachten wir mit dem Aufschreiben unserer Ideen. Bis wir
dann ins Bett gingen und uns gleich klar war, daß es wieder
eine mückenreiche Nacht werden wurde.
15.Fahrtentag
Donnerstag 4.8.94
Wir standen um 9.30 Uhr auf und frühstückten wieder mal unser
morgendliches Müsli. Als dieses ausführlich genossen hatten,
machten wir uns daran unsere Sachen zu packen. Danach gingen
wir los nach Vamhus. Dort angekommen machten wir vor einem
Laden halt und stärkten uns dort mit Eis und Trinkjoghurt. Als
wir uns genug ausgeruht hatten, gingen wir weiter nach Backa.
Kurz dahinter hielten wir, an einem kleinen Wasserfall neben
der Straße, an. Gerade in diesem Augenblick kamen zwei
DPSG-Menschen mit ihrem Auto dort vorbei und hielten an. Wir
unterhielten uns eine Weile mit ihnen, und sie erzählten von
ihren mehr oder weniger komischen Erlebnissen und, daß sie zur
Zeit keine Uhr besaßen da ihr einziger Wecker den Geist
aufgegeben habe. Nachdem wir uns wieder von ihnen verabschiedet
hatten, beschlossen wir diese Nacht in der Nahe des Wasserfalls
zu verbringen, da es sehr schwer war an den See heranzukommen,
und wir uns eigentlich schon waschen wollten. Als Daniel wieder
zurück war vom Wasserholen richteten wir uns auf einer Wiese in
der Nahe unsere Schlafstätte her. Auf der einen Seite der Wiese
gab es einen kleinen Berg, welcher aus kristallartigen grünen
Steinen bestand. Von diesen Steinen suchten wir uns alle einige
besonders schone Exemplare aus und nahmen sie als Andenken mit
nach Hause. Nachdem wir dann unsere Erbswurst mit Speck
gegessen hatten gingen wir duschen. Als wir vom Wasserfall
zurück waren legten wir uns in unsere Schlafsäcke. In jener
Nacht dachten wir uns mit den Kothenbahen um uns vor den Mücken
zu schützen.
16.Fahrtentag
Freitag, 5.8.94
Heute wurden wir schon um 8.00 Uhr durch die Sonne geweckt,
also rafften wir uns auf und gingen zum Wasserfall um uns zu
duschen, da ich ja meist etwas langsam bin humpelte ich halb in
und halb außerhalb meiner Schuhe hinter Daniel und Olaf
hinterher. Die Dusche unter dem Wasserfall war richtig
erfrischend, doch mußte ich aufpassen, daß ich vor Müdigkeit
nicht ins Wasser fiel. Als wir wieder am Lagerplatz waren
nahmen wir erst einmal ein kräftigendes Frühstück aus
Milchpulver und Müsli zu uns. Dabei haben wir natürlich an
unserem Spiel weitergetüftelt. Nachdem wir unsere Sachen alle
zusammengepackt hatten gingen wir los in Richtung Orsa. Dort
machten wir in einem kleinen Park halt und Olaf und ich gingen
los um einen Laden zu suchen. Als wir einen gefunden hatten
kauften wir Saft, Eis, eine Dose Fisch, Honig und eine Packung
mit drei großen runden Brotfladen, welche wir auch gleich
verspeisten. Ich muß dazu sagen, daß der Fisch nicht gerade
besonders gut geschmeckt hat und wir wirklich Mühe hatten die
Dose leer zu kriegen ohne alles wieder auszuspucken. Aber zum
Glück hatten wir ja etwas Saft gekauft, der die Sache etwas
erleichterte. Na gut. Nach etwa vier Stunde Pause gingen wir
weiter nach Vattnas. Dort gab es eine sehr schonen Badeplatz
und wir dachten, daß wir da bleiben konnten, doch da dort ein
ziemlicher Betrieb und ein Schild "Campen vorbujen" war, gingen
wir weiter. In bzw. hinter Vattnas bauten wir dann eine
Riesenkröte auf, welche an diesem Abend leider nicht am Wasser
lag, da wir keine günstige Stelle finden konnten. Zum Abendbrot
kochten wir uns Reis mit Speck und Brühe. Es war ein
vorzügliches Mahl und wir erfreuten uns sehr daran. Deshalb
legten wir uns danach in unsere Schlafsäcke um davon träumen zu
konnten.
17.Fahrtentag
Samstag, 6.8.94
An diesem Morgen standen wir wieder um 9.00 Uhr auf und
verzehrten unser Müsli. Noch während des Frühstücks fing es an
zu regnen und wir Spannten zwei Ponchos vor die Riesenkröte
damit es nicht in unser Heim regnete. Wir überlegten was wir
denn jetzt tun konnten. Dann kamen wir auf die Idee etwas
Arschloch zu spielen. Doch nach einiger Zeit war auch das etwas
langweilig, und Olaf begann uns Skat beizubringen. Obwohl es
schon lange aufgehört hatte zu regnen setzten wir uns erst
gegen 14.00 Uhr in Bewegung, daß mußten wir auch wenn wir in
Mora noch einen offenen Laden erreichen wollten. Irgendwo
zwischen Vattnas und Mora machten wir von 15.45 Uhr bis 16.00
Uhr Pause. Gegen 16.50 Uhr kamen wir beim Vasaläufer an, den
wir ja schon von unserem letzten Besuch in Mora kannten. Doch
als Olaf einkaufen gehen wollte hatten schon alle Laden in More
zu. Und dann fing es auch noch wieder an zu regnen und wir
suchten unter dem Vordach eines Ladens Schutz. Doch dieses,
welches nur eine Markise war, wurde nach einigen Minuten
automatisch eingefahren. Trotzdem blieben wir dort bis 19.00
Uhr. Dann gingen wir im "China Haus" essen, weil wir uns
entschlossen hatten am Sonntag nach Hause zu fahren. Zu essen
bestellten wir uns zwei mal Hühnchen mit Reis und für Olaf
Glasnudeln mit Gemüse. Es war schon mal nicht selber kochen zu
müssen. Kurz vor halb neun machten wir uns auf irgendwo in Mora
einen Lagerplatz zu suchen. Wir fanden auch einen, in einem
kleinen Waldstuck in Mora. Doch einiger Zeit merkten wir, daß
wir von einer Oma beobachtet wurden. Als Daniel dann zu ihr
ging um nach Wasser zu fragen machte sie uns zu verstehen, daß
wir verschwinden sollten, was wir auch gleich daraufhin taten.
Als wir uns einen neuen Platz in einem etwas größeren Wald
gesucht hatten bauten wir unsere Riesenkröte auf und versuchten
trotz der vielem Mücken möglichst schnell einzuschlafen.
18.Fahrtentag
Sonntag, 7.8.94
Da Sonntag es war und unser Zug sonntag, gegen 15.00 Uhr fahren
sollte standen wir erst um 9.30 Uhr. Doch als Daniel und ich
aufstanden hatte sich Olaf schon mit etwas Wasser aus dem
Wassersack gewaschen und auch schon rasiert. Nun sollten wir
also zum letzten mal auf dieser Fahrt Müsli essen. Ich glaube
es fiel keinem besonders schwer sich mit diesem Gedanken
anzufreunden. Nachdem wir aufmerksam einem Specht bei der
Arbeit zugesehen hatten packten wir unsere Sachen. Da es
Sonntag war und die Geschäfte alle nur Nachmittags auf hatten,
gingen wir vorerst zum Vasaläufer und spielten dort etwas Skat
und Arschloch. Sonntag, gegen 13.00 Uhr gingen wir dann in die
Fuzo um von dem Rest unseres Geldes Reiseproviant zu kaufen.
Wir kauften Käse, Brot, Schokolade, Joghurt, einige Packungen
Kekse und Eis. Das Eis haben wir gleich gegessen. Nachdem wir
fertig waren mit Essen, gingen wir zum Bahnhof. Dort trafen wir
zwei andere Pfadfinder vom Bund Mosaik, welche wegen einer
Verletzung am Fuß die Rückreise angetreten mußten. Die beiden
hießen Ralf und Petra. Wir entschlossen uns zusammen nach
Deutschland zurück zu fahren. Da wir noch einige Sachen mit der
Reservierung regeln mußte, mußten wir leider den Zug um 15.05
Uhr sausen lassen und sind schließlich um 18.06 Uhr mit einem
Zug nach Stockholm gestartet. In der Zwischenzeit trafen wir
noch eine BDP-Gruppe auf der Heimreise. Als wir in den Zug nach
Stockholm eingestiegen sind, hatten wir zunächst Sitzplatze.
Doch leider mußten wir sie nach einiger Zeit aufgeben. Auf dem
Weg von Mora nach Stockholm vernichteten wir den Joghurt, eine
Packung Kekse und eine Tafel Schokolade. Als wir gegen 22.00
Uhr in Stockholm ankamen suchten wir uns vorerst einen
Schlafplatz, da unser nächster Zug erst in zwölf Stunden gehen
sollte. Nachdem wir einen schonen Platz gefunden hatten, gingen
Petra und Ralf zu McDonalds und als sie wieder da waren hatten
sie für jeden von uns einen Hamburger mitgebracht. Gerade als
wir dabei waren unsere Abendbrot zu genießen, wurden wir von
einem Bahnhofsbeamten daraufhingewiesen, daß das Gebäude
abgeschlossen werden wurde, und wir hier nicht bleiben konnten.
Also gingen wir auf den Bahnsteig, doch auch dort konnten wir
nicht lange bleiben. Zum Schluß saßen wir vor den Eingangstor,
an dem regelmäßig Wachen vorbeigingen. Da dort ziemlich viele
Jugendliche und andere Menschen herumliefen richteten wir eine
Nachtwache ein.
19.Fahrtentag
Montag, 8.8.94
Als die Bahnhofshalle wieder geöffnet war setzten wir uns ins
Warme. Nachdem Ralf für sich und Petra Schiffskarten besorgt
hatte, gingen sie zu McDonald`s um zu Frühstücken. In der
Zwischenzeit warteten wir in der Wartehalle um ebenfalls zu
frühstücken. Als die Beiden wieder zurück waren spielten wir
drei wiedermal Karten. Dann ging Ralf einkaufen damit sie auf
der Fahrt auch etwas zu Essen haben wurden. Um 10.00 Uhr nahmen
wir dann unseren Zug nach Malmo. Wir hatten auch da nur einige
Sitzplatze, aber wir haben es trotzdem geschafft etwas zu
essen. In Malmo kamen wir pünktlich um 16.56 Uhr an und fuhren
dann weiter nach Trelleborg. Dort kamen wir um 17.40 Uhr an.
Unsere Fahre nach Saßnitz fuhr erst um sechs. und sonntag,
hatten wir noch etwas Zeit. Auf der Fahre aßen wir mit Ralf und
Petra Abendbrot. Außerdem trafen wir eine größere
Pfadfindergruppe vom Stamm Martin-Luther-King (VCP) aus
Freudenthal bei Ludwigshafen. Wir amüsierten uns köstlich mit
Ihnen, bei Gitarrenspiel und Gesang. In Trelleborg sind wir
sofort zum Bahnhof gegangen und haben den Zug gerade noch
bekommen. Wir hatten Glück denn wir wußten nicht, daß es der
letzte gewesen ist. Gegen 22.45 Uhr kamen wir in Stralsund an.
Dort erfuhren wir, daß wir dort die Nacht verbringen mußten.
Wir trafen zwei Mädchen, welche frühzeitig von einer Radtour
wiedergekommen waren, da es sehr stark geregnet hatte. Die
beiden boten uns an auf unsere Sachen aufzupassen während wir
schliefen, und wir nahmen dankbar an. Um 5.00 Uhr machte uns
Olaf alle wach damit wir mit unserem Zug nach Lübeck fahren zu
können. Nach etwa drei Stunden Fahrt kamen wir dort an. Wir
verabschiedeten uns von Ralf und Petra und riefen zu Hause an
und sagten Bescheid wann wir in Gifhorn ankommen wurden. Dann
fuhren wir weiter nach Lüneburg. Von Lüneburg aus fuhren wir
nach Uelzen und von dort aus nach Gifhorn.